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100 Meisterwerke: 45. „Versuchung des Heiligen Antonius“ von Salvador Dalí

Versuchung des Heiligen Antonius

Salvador Dalí war ein spanischer Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner. Als einer der Hauptvertreter des Surrealismus zählt er zu den bekanntesten Malern des 20. Jahrhunderts. Um das Jahr 1929 hatte Dalí seinen persönlichen Stil und sein Genre gefunden, die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Das Motiv der Versuchung des heiligen Antonius durch Irdische Lüste und den Teufel ist seit dem Mittelalter ein beliebtes Motiv in den verschiedensten Kunstrichtungen.

Das Bild „Versuchung des heiligen Antonius“ wurde um 1945 mit Öl auf Leinwand gemalt. Es hat die Maße 89,7 x 119,5 Zentimeter. Auf dem Gemälde ist ein wüstenartiges Brachland unter einem blauen Himmel mit grauen Wolken zu sehen. Ein Mann liegt in Abwehrhaltung am Boden während sich eine Prozession von Tieren auf ihn zu bewegen. Ein weißes Pferd galoppiert voran, während eine Kette von fünf Elefanten folgt. Die Tiere sind übernatürlich groß und verzerrt, gar riesig und laufen auf überlangen, stelzenartigen Beinen. Auf den Elefanten befinden sich verschiedene Bauten mit Bildern zum Beispiel eine nackte Frau auf einer Art Säule und Teile eines Palastes.

In der unteren linken Bildecke kniet ein nackter, drahtiger Mann in Rückenansicht, der sich mit seiner linken Hand auf einem hinter ihm liegenden Felsbrocken abstützt. Der Mann ist in seinen Vierzigern oder Fünfzigern und sonnengebräunt.  Haare und Bart sind lang und zerzaust.  In der rechten Hand hält er am ausgestreckten Arm ein Kreuz in die Höhe, den auf ihn zu stürmenden Tieren entgegen. Das Kreuz besteht aus zwei Ästen, die mit einer Schnur zusammengehalten werden.  Über seinem Kopf schwebt ein goldener Heiligenschein. Etwas vor ihm liegt ein Menschenschädel, der durch leere Augenhöhlen zu ihm „aufsieht“.

Das erste Tier ist ein weißes, sich grotesk aufbäumendes Pferd . Es zeigt die Zähne und wirkt durch die aufgeblähten Nüstern gleichzeitig bedrohlich und verängstigt. Es steht auf unterschiedlich dicken Hinterbeinen, die sehr lang und knochig sind. An den Vorderhufen sind die Hufeisen falsch herum befestigt und es hängen grünliche Fäden an ihnen herunter.

Direkt dahinter schreitet ein perspektivisch kleinerer Elefant, leicht versetzt in Vorderansicht. Er trägt eine Kelchartiges Podest auf dem Rücken. Auf diesem Podest steht eine nackte Frau mit langen blonden Haaren. Sie lehnt sich lasziv zurück, ihre Hände umschließen jeweils eine Brust.

Der zweite Elefant ist seitlich dargestellt. Er scheint längere Stelzen als der erste Elefant zu haben. Auf seinem Rücken trägt er einen goldenen Obelisken, der mit vier zur Spitze hin kleiner werdenden grauen Halbkugeln besetzt ist.

Dahinter laufen der dritte und vierte Elefant als Paar nebeneinander. Sie wirken durch die noch längeren spinnenartigen Stelzenbeine noch größer als der Vorgänger. Auf ihrem Rücken tragen sie ein Schloß oder einen Tempel, der mit einer Art Geschirr auf dem Elefantenrücken befestigt ist. Der Tempel ist golden mit einem kupfergrünen Kuppeldach. Auf der Kuppel steht eine männliche Statue auf nur einem Bein, das andere ist nach hinten gestreckt. Die Statue hält eine Trompete. Im offenen Eingangstor des Tempels ist ein übergroßer weiblicher Torso zu erkennen. Der Torso füllt das Tor komplett aus. Es ist ein weiblicher Akt nacht Pin-up-Art mit großen Brüsten. Links und rechts davon stehen Säulen und über dem Tor gibt es ein dreieckiges Portal.

Der letzte und damit fünfte Elefant befindet sich nicht auf gleicher Linie mit den anderen Elefanten. Er ist weit nach hinten zurückgefallen. Er ist in Seitenansicht zu sehen und seine spinnenartigen Beine enden auf Horizonthöhe. Auf seinem Rücken steht ein aus rosa Stein gemauerter runder Turm, der bis über die Wolken hinaus ragt. Der Turm hat am oberen Ende ein Fenster und unten eine Tür.

Auf dem kahlen, grauen Boden, der etwa siebzig Prozent des unteren horizontalen Drittels des Bildes ausmacht, liegen noch zwei graue Steine, die auf der rechten unteren Bildseite zu sehen sind.  Im mittleren Teil des Bildes ist eine Hügelkette am Horizont sichtbar. Auf dem Boden, in der Mitte des Bildes, sind zwei weitere Gestalten im Seitenprofil zu erkennen. Die linke Gestalt ist dunkel gemalt, hat scheinbar nur einen Lendenschurz an und neigt sich leicht zur rechten Person. Der linke Arm ist ebenfalls zu dieser Gestalt, die eine Art Priestergewand trägt, ausgestreckt. Der Priester hält mit erhobener Hand ein Kreuz in Richtung des dunklen Menschen, als wolle er ihn abwehren.

Etwas weiter hinten, zwischen den Vorderfüßen des zweiten Elefanten sind zwei weitere schemenhafte Gestalten zu erkennen. Eine größere Person, die an der rechten Hand ein kleines Kind hält und Richtung Horizont geht. Zwischen den Beinen des vierten Elefanten schwebt eine rein weiße, an einen geflügelten Engel erinnernde Figur. Sie wirkt als sei sie ein Geist aus Rauch. Sie ist ebenfalls seitlich zu erkennen und bewegt sich zur linken Seite des Bildes, dem Kreuz tragenden Menschen hinterher.

Die Wolken sind gelblich-graue Gewitterwolken. Sie verlaufen am oberen  Bildrand entlang, immer größer werdend bis zur rechten Hälfte des Bildes und machen dann einen halbkreisförmigen Schwung nach links und reichen noch etwa bis zum Ende des rechten vertikalen Drittels des Bildes. Dort treffen sie auf den fünften Elefanten und schweben durch seine stelzenartigen Beine. Genau dort ist auch ein runder, gelblicher Umriss zu erkennen. In diesem halbkreisförmigen Schwung der Wolken befindet sich eine kaum erkennbare Person in einem dunklen Gewand.

Über diesem Menschen und fast komplett hinter den Wolken verborgen, ist das graue Dach eines Palastes beziehungsweise einer Himmelsstadt zu erkennen. Das Dach ist weiß-gräulich und kann in drei Teile gegliedert werden. Es sieht aus wie aus der Antike. Auf der linken Seite ist auf einem Dach ein weiteres Geschoss, dass rechteckig aufgebaut ist. Darauf befindet sich eine kaum erkennbare Säule. Das Mittelstück hat zwei Aufbauten. Eine Säule mit einer runden Kugel als Spitze. Rechts daneben ist eine quadratische Ecke, die auf die beobachtende Person zeigt. Etwas davon entfernt, auf der rechten Seite, ist eine runde Kuppel auf einem Dach zu erkennen. Beides ist in Wolken gehüllt und hat einen graubraunen Farbton. Das gesamte Dach ist in den Wolken. Es ist nicht zu erkennen, wie es getragen wird. Es ist lediglich teilweise eine Häuserfront mit Fenstern zu erahnen.

 

Bildquelle: art-galerie-shop.de

Text: John Patzwald

 

 

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100 Meisterwerke: 41. „Days after the Sign of B, C & W“ von Sophie Calle

Days after the Sign of B, C & W

„Days After the Sign of B, C & W“  (dt. „Tage nach dem Zeichen von B, C & W“ ist eine Farbfotografie der Französischen Künstlerin Sophie Calle aus dem Jahre 1998. Das Foto ist Teil eines Projekts, in dem die Künstlerin tageweise in andere Rollen schlüpfte; für dieses Foto in die Rolle der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot. Calle parodiert mit dem Foto die große Tierliebe Bardots.

Das annähernd quadratische Foto ist vom Fußende eines Bettes aufgenommen und zeigt eine am Kopfende des Bettes an die Wand angelehnte vermutlich weibliche Person. Ihr Oberkörper ist aufrecht an die Wand gelehnt, und nimmt das Zentrum der oberen Bildhälfte ein. Ihr Unterkörper ist von einer weißen Bettdecke mit blauen Tupfen bedeckt. Die Beine hat sie unter der Decke leicht angewinkelt. Auf der Decke sind verschiedene ausgestopfte Tiere drapiert.

Die Person lächelt direkt in die Kamera. Sie hat sehr hellblonde, leicht gewellte, dabei aber auftoupierte Haare, die ihr etwas über die unbedeckten Schultern reichen. Schätzungsweise ist sie zwischen 30 und 40 Jahre alt.  Sie hat ein zartes ovales Gesicht, eine schmale Nase, weit auseinander stehende, geschminkte Augen, sowie kräftige Augenbrauen. Ihren Mund zieht sie zu einem Lächeln, links und rechts der Mundwinkel zeichnen sich Grübchen ab. Der Mund bleibt dabei geschlossen. Und obwohl sie lächelt, hat ihr Blick dennoch etwas traurig-melancholisches. Der Gesichtsausdruck wirkt insgesamt gestellt und ein bisschen gequält. An ihrem schlanken Körper trägt sie ein enganliegendes, etwas altmodisch-wirkendes Oberteil mit sehr schmalen weißen Trägern. Es ist aus hellblauer Charmeuse und hat einen Balconette-Ausschnitt. In der Mitte ziert eine rosafarbene Schleife das Dekolleté.

Am vorderen Bildrand ist mittig ein unscharf abgebildetes Eichhörnchen zu sehen. Zwischen dem Eichhörnchen und der Person liegt eine orange getigerte Katze, die auf der linken Seite liegt und die Beine streckt. Dahinter liegen zwei kleine graue Tiere, vermutlich handelt es sich um Mäuse. Am linken Bildrand im Vordergrund ruhen der Kopf eines Rehs und der eines dunklen Ochsen. Ihre restlichen Körper befinden sich außerhalb des Bildausschnittes. Zwischen dem Kopf des Ochsen und der Person sitzt ein, im Verhältnis zu den beiden sehr kleiner Hahn mit schwarz-gelben Federn. Die Tiere wirken allesamt sehr leblos. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um ausgestopfte Tiere handelt.

Am rechten Bildrand sind von vorne nach hinten auf der Bettdecke zu sehen: der Vorderkörper eines kleinen, weißen Spitzes, dahinter eine Eule mit graumeliertem Gefieder. Fast an der rückwärtigen Wand am Kopfende zwei Greifvögel, die beide ein schwarz-hellbraun geflecktes Gefieder tragen, ein Uhu und ein Falke, die in unterschiedliche Richtung gewand sind. Hinter dem Rücken der Person liegt ein Fuchs. Der Oberkörper der Frau verdeckt den Großteils des Fuchses, sein Schweif ist neben ihrer (von vorn betrachtet) linken Schulter, sein Kopf neben ihrer rechten Schulter.

Die Person hat ihren linken Arm quer vor ihrem Körper ihrem Oberkörper auf der Decke liegen. Die rechte Hand hält im angewinkelten Arm eine Schleiereule. An der blassrosa Wand hinter dem Kopfende des Bettes sitzen fünf unterschiedlich große und unterschiedlich farbige Schmetterlinge, drei links und zwei rechts von ihr.

Bildquelle: Pinterest

Text: Jolin Hölzel

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100 Meisterwerke: 9. „Feldhase“ von Albrecht Dürer

Feldhase

„Feldhase“ ist ein im Jahr 1502 entstandenes Aquarell von Albrecht Dürer. Das Bild hat die Maße von 25,1 x 22,6 cm im Hochformat, erscheint aber annähernd quadratisch. Es befindet sich in der Albertina in Wien. Dürers Tierbilder sind bekannt für ihre Detailtreue. Der Hintergrund ist hell, gebrochen weiß und beige, an den meisten Stellen fein, manchmal grob gescheckt. Das Hauptaugenmerk fällt sofort auf den Hasen, der mit aufgerichteten, langen Ohren in der Mitte des Bildes sitzt. Die Bilddiagonale verläuft sehr akkurat von links oben nach rechts unten. Der Hase ist von links vorne im Dreiviertelprofil gezeichnet.

Der Kopf, die Löffel und die Brustpartie des Hasen sind in Untersicht, die Rückendecke und die Hinterhand in Aufsicht dargestellt. Das Fell  ist überwiegend hellbraun. An einigen Stellen an Kopf und Rücken ist es etwas dunkler gefärbt. Im Kontrast dazu sind Brust und Unterseite wesentlich heller. Die Struktur der Felllagen ist sehr detailliert dargestellt, wodurch das Fell beinahe glänzend und greifbar wirkt. Der Hase sitzt auf seinen Hinterläufen, deren Knie wie zwei Höcker am Hinterleib jeweils rechts und links über den Rücken hinaus ragen. Die Vorderläufe liegen unter seiner Brust. Die beschatteten und daher etwas dunkleren Pfoten ragen erheblich unter dem Körper hervor. Krallen und Fingerknochen sind deutlich gezeichnet.

Der Kopf erscheint fast klein gegen die übergroßen Ohren. Das rechte Ohr des Hasen ist parallel zur Bilddiagonale nach hinten angewinkelt und weist an den Rändern ringsherum sehr helles Fell auf. Sein linkes Ohr steht fast senkrecht nach oben;  lediglich die hellbraun gefärbte Außenseite ist dem Betrachtenden zugewandt. Die Augen sind dunkel, bräunlich mit großer schwarzer Pupille. Im dem Betrachter zugewandten Auge ist eine helle Spiegelung reflektiert. Die dunkle Stirn strebt zum Maul und mündet in der deltaförmigen Nase. Die Unterseite der Nase ist schwarz. An den Oberlippen rechts und links der Nase sprießen deutlich sehr dunkle, vielleicht schwarze Schnurrhaare. Ebenfalls deutlich allerdings in Zahl und Länge geringer sprießen dunkle Haare über den Augen und den etwas heller gefärbten Wangen hervor.

Etwa in der Mitte des Körpers am Bauch befindet sich sehr helles, wahrscheinlich weißes Fell, unter dem die rechte Hinterpfote teilweise hervorlugt. Am rechten Hinterlauf befindet sich auf der dem Boden zugewandten Seite ein grauer Fleck. Der Hase wirft von sich aus nach links vorne einen leichten Schatten in den rechten unteren Bereich des Bildes – allerdings nicht über eine imaginäre waagerechte Linie in Verlängerung der Pfoten hinaus

Mittig am unteren Bildrand,  jedoch mit Abstand zu diesem, steht die Signatur des Malers: Das Entstehungsjahr 1502 über Dürers Initialen, der Großbuchstabe D zwischen den Schenkeln eines größeren Großbuchstaben A.

Der Hase wirkt als würde er für den Moment des Betrachtens still sitzen, schnuppern und lauschen. Er erweckt den Eindruck als könnte er jeden Moment davon hoppeln.

Text: Philipp Zeitler

Bildquelle: Wikimedia

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Führhündin Kelly auf einer grünen Wiese von Rose

Ein brauner Führhund mit Halsband und Geschirr liegt im Gras

Das Foto von Kelly im Gras ist an einem sonnigen Tag auf einer grünen Wiese in der Nähe der ASH entstanden. Die Sonne scheint stark, weshalb das Foto hell beleuchtet ist. Es sind sowohl helle als auch schattige Stellen auf der Wiese zu erkennen.

Den Mittelpunkt des Fotos bildet Kelly. Sie liegt auf einer grünen Wiese zwischen weißen und gelben Pusteblumen, sowie einigen weißen Gänseblümchen. Ihr mittelbraunes Fell glänzt im Sonnenlicht. Der Himmel ist auf dem Foto nicht zu sehen, die Wiese füllt das komplette Bild aus.

Kelly liegt, mit ihren Vorderpfoten nach vorn ausgesteckt und ihrem Kopf nach vorn rechts schauend, auf dem Boden. Ihr Kopf verdeckt teilweise ihren Rumpf und ihr Hinterteil. Von ihren Hinterbeinen ist lediglich ein kleiner Teil ihres linken, angewinkelten Oberschenkels zu sehen. Auch ihr rotes Halsband und das weiße Hundegeschirr sind nur teilweise zu erkennen, da sie von ihrem Kopf verdeckt werden. Ihr linkes Vorderbein und die linke Pfote liegen im Halbschatten der Gräser neben ihr. Ihr rechtes Vorderbein und ihre rechte Pfote liegen vollständig im Sonnenlicht. Auch ihr Kopf, der Rumpf und das Hinterteil sind vollständig im Sonnenlicht.

Mit ihren leicht zusammen gekniffenen Augen fixiert Kelly einen Punkt, welcher nicht im Bild zu sehen ist. Auf dem Foto kann man einen Teil ihrer Zunge erkennen, mit der sie sich gerade ihr Maul ableckt.

Auf der Wiese sind vereinzelt gelbe und weiße Pusteblumen sowie weiße Gänseblümchen zu sehen. In der unteren linken Bildecke stehen zwei gelbe Pusteblumen. Sie sind vollständig von der Sonne beleuchtet und stehen nah an der linken Pfote von Kelly. Weiter hinten im Bild, links neben Kellys linken Oberschenkel und somit am linken Bildrand steht eine weiße Pusteblume. Hinter Kelly ist ein größerer Schatten von einem Baum zu sehen. Dieser Schatten füllt das obere Drittel des Bildes. Im Hintergrund sind vereinzelt Blumen zu erkennen. Rechts neben Kelly kann man hell beleuchtete grüne Wiese, auf der kleine, weiße Gänseblümchen stehen, sehen. Der Rasen rechts neben ihr ist an manchen Stellen leicht eingetreten. Auch ist hier der Schatten von ihrem Kopf zu sehen.

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Kanadischer Vorweihnachtshase von Maria

Maria schreibt, daß die Kaninchen bei ihnen in Kanada immer im Herbst kommen, und daß dort schon sieben Zentimeter Schnee liegen.

Garden with pine tree and greyish bunny at its foot.

Das Foto zeigt ein kleines weißes Kaninchen, das unter einem Baum sitzt. Bei dem Baum handelt es sich um einen ungewöhnlich geformten Nadelbaum. Anstatt kegelförmig nach oben spitz zuzulaufen, scheint dieser Baum eine laubbaumartige Baumkrone zu haben, die oben breiter ist als am Stamm. Auch der Stamm ist jedoch von dichtem Geäst bedeckt.
Hinter dem Baum befindet sich eine kahle Hecke und der Boden ist schneebedeckt. Nur rechts neben dem Baum ist eine kleine Stelle fast frei vom Schnee und darauf sitzt zusammengekauert das Kaninchen. Es ist weiß mit braunen Flecken und hat damit die gleiche Farbgebung wie der nicht komplett zugeschneite Teil der Wiese.

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Bear by Maria

Maria aus Kanada hat uns geschrieben:

Karsten
You might want to get your German describers to do this picture.
They might like to see a shot of a real black bear.
My sister lives on the outskirts of Vancouver at the bottom of a
ski hill and a wild stream. There is a lot of wildlife there and bears often
come into her back garden. One time a bear came, sat in the middle
of the garden and went to sleep for awhile  🙂  She had to wait for it to
wake up and leave before she could go out.
She said this one is a very healthy black bear.
I can only see the trees and pink flowers in front. I can’t see the bear
in the centre or any details on it, too dark.
Maria

Und nun als Überraschung für Maria hat Katrin das Bild auf Englisch beschrieben. Und als Überraschung für alle möchten wir euch ankündigen, daß es bald auch einen ganzen englischen Bildbeschreibungsblog geben wird!

A black bear in a garden

 

 

Bildbeschreibung von Katrin:

Dear Maria,

I just finished reading an article on animals vanishing from our daily life. Your picture is a wonderful proof that this is not true for everyone.
What we see is at first sight a nice picturesque garden scene: a wooden arch, painted neatly in white with lots of red flowers on both sides.
The arch is exactly in the middle of the edgewise picture. It is covered with greenery. Clematis climbs up on the left and drops its tendrils down from the middle. A cypress is growing close to its right hand side. In the foreground there is a piece of cosy lawn and in the back of the arch we see several big ferns and a lot of twigs that block the way. It looks like the entrance to a herbal grotto.
That is obviously where he came from: the bear. He is on his four paws and hasn’t quite got to the arch yet. Still, he already fills more than half of its width. He is not tall, but very stout. His coat is shiny and thick, all black, except of one bright patch on his chest. Which is hardly visible between his strong forelegs. He holds his head up and looks straight into the camera.
His eyes are sitting close to each other in his big black face. They are surprisingly small for the huge body.The strong snout is covered with white hair. He must be a rather old and respectable bear.
The black ears are perfectly shaped and upright. They make him look like the perfect pet bear.
He does not move, as far as I can see. Maybe he stopped on his way towards the lawn. As if he was hesitating to cross under the arch. He looks like an actor ready to enter the scene. What if he does? We do see his back. He is not sitting down and that powerful body can take him anywhere in less than a second. As we don’t see more of the garden, it is hard to judge the distance between us and the bear. In fact, it seems to me that the picture was taken with a zoom. Which I think is a good idea. I prefer to think the photographer was safe behind a window when she took it.
It is a very close encounter all the same.
Katrin

 

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Fischreiher von Marianne

Ein Fischreiher auf einem Steg am Ufer eines Gewässers

 

Bildbeschreibung des Graureihers auf dem Spreekanal von Sandra

Auf dem vertikal fotografierten Bild ist ein – für Berlin Mitte – eher ungewöhnlicher „Besucher“ (es könnte auch eine Besucherin sein) abgelichtet, den mensch womöglich in die Kategorie „Wildes-Berlin“ einordnen würde. Ein Graureiher, umgangssprachlich auch Fischreiher genannt, scheint am Kupfergraben direkt bei der Schlossbrücke eine Pause einzulegen. Die kartografische Zuordnung ist auf dem Bild nicht rauszulesen; mir bietet sich die Möglichkeit der Benennung, da ich die Fotografin auf ihrer Fotoexkursion begleiten durfte.

Da der Graureiher der Eye-Catcher des Bildes ist und sich markant hervorhebt, beginne ich zuerst mit der Beschreibung des Bildhintergrunds. Im oberen Viertel des Fotos sind zwei Sandsäcke zu sehen; ein kleinerer im linken, oberen Bildeck und ein größerer der sich vom rechten Bildeck nach links bis über die Mitte des oberen Bildrands hinweg streckt. Den ursprünglich weißen Säcken ist ihre Verweildauer im Spreekanal bereits anzusehen: Sie sind fleckig überzogen mit moosgrünen Algen. Sie wirken ein bisschen wie aus dem Spreekanal herausragende Inseln, wovon die rechte obere Insel etwas Fjord ähnliches hat, indem vom rechten Bildrandeck ein Wasserbecken mit Flussendung nach links einläuft; der Sandsack scheint geöffnet zu sein. Auf der vertikalen Achse der Mitte des Bildes, ragt vom rechten Sandsack eine Art Leinengurtschlaufe aus dem Wasser. Eine solche dunkelgrüne Schlaufe ist auch am Sandsack oben links zu sehen; sie wiederum scheint optisch an der mit weißen Schaumflecken überzogenen Wasseroberfläche zu schwimmen. Beide Sandsäcke sind auch noch unter der Wasseroberfläche zu sehen, obgleich ihre grüne Tarnung im moosgrün wirkenden Wasser ihre Silhouetten verschwimmen lässt. Im Zentrum des Bildhintergrunds ist ein weiterer Sandsack sowohl über, als auch unter der Wasseroberfläche zu erkennen. Das Material über der Wasseroberfläche hebt sich in kontrastreichem Weiß zum restlichen Grün des Wassers deutlich ab. Auch hier sind Teile von Leinengurten zu erkennen sowie eine auf dem Sandsack liegende, kurze Holzlatte die ebenso aus dem Wasser herausragt. Zur linken Seite dieses Sandsacks, sowie zur linken eines weiteren, kleiner wirkenden Sandsacks im rechten unteren Bildeck, schließt sich eine Holzpalette an.

Zwischen fünf Uhr direkt am unteren Bildrand und neun Uhr direkt am linken Bildrand verläuft ein dreieckiger Ausschnitt dieser Palette. Zu erkennen sind fünf helle und durch den Bildrand begrenzt unterschiedlich lang wirkende Holzleisten, die über der Wasseroberfläche vom linken Bildeck schräg zur Mitte hin verlaufen. Die Verbindungsleiste ist braun-grün und zieht sich unter der Wasseroberfläche (von fünf zu neun Uhr). Die Leisten der unteren Palettenseite sind ebenso braun-grün und eher schattenhaft zu erkennen.

Jetzt zum eigentlichen „Star“ des Fotos: Der Graureiher durfte an die achtzig bis neunzig Zentimeter groß sein; er erstreckt sich mit seiner linken Körperseite – von Schnabel- bis Gefiederschwanzspitze – beinahe über die Diagonale des Bildes. Sein dolchartiger Pinzettenschnabel ist geschlossen und zeigt zwischen zehn und elf Uhr auf den Sandsack im linken Eck des Bildes. Die Wachshaut des Schnabels ist orange-gelb und wird zum schwarz-gelben Auge hin heller bis beinahe weiß. Da der Reiher von links oben fotografiert wurde, können die Betrachter_innen deutlich sehen wie sich die hier dunkelblau wirkenden, eigentlich aber schwarzen Schmuckfedern vom weißen Gefieder des Oberkopfs farblich abheben. Die Schmuckfedern verlaufen über dem Auge beginnend, schmaler zulaufend über den Kopf hinunter zum oberen Drittel seines Halses. An der Oberkopfmitte – zwischen den vom linken und rechten Auge ausgehenden dunklen Schmuckfedern – zeichnet das weiße Kopfgefieder eine federartige Form nach, die mit Federspitze zum Hals hinunter ausläuft. Der gestreckte Hals, der beinahe die Hälfte der gesamten Körperlänge auszumachen scheint, der erhobene Kopf und der fokussierende Blick lassen das Tier grazil, stolz und aufmerksam erscheinen. Das Gefieder seines Halses ist weiß und geht im Übergang zum Oberkörper in ein helles Grau über. Das Rückengefieder schimmert grau-blau und ist mit konturenstarken, dünnen weißen Federn durchzogen. Das schwarz-graue Gefieder der linken Schwinge erscheint weicher und flauschiger. Das grau-blaue Gefieder des Rückens wiederholt sich auch vereinzelt auf der Schwinge und hebt sich in Farbe und klarerer Kontur von diesem ab. Die großen und kräftig wirkenden Schwanzfedern die überlappend in einem Spitz zusammenlaufen, sind präzise zu erkennen. Das Blau-Grau der oberen Schwanzfedern, hebt sich von dem schwarz-grauen, darunter liegenden Gefieder ab. Am Übergang von Hals, Oberkörper und Schwinge ist ein schwarzer und weißer Gefiederfleck auszumachen, der beinahe wie ein Gefieder-Mal beschrieben werden kann.

Die gefiederlosen, dünnen und stelzigen Beine nehmen die Farbe des Schnabels wieder auf; obgleich in weniger Farbintensität, Leuchtkraft und mit zusätzlichem Grau. Sie befinden sich am unteren Bildrand, etwas rechts von der vertikalen Bildachsenmitte. Das linke Bein ist etwas angewinkelt, mit dem Fuß in der Luft. Aufgrund der Bildperspektive ist der leicht nach unten abgesenkte Fuß mit seinen Zehen, von der Rück- und Unterseite zu betrachten; Schwimmhaut und Krallen sind mehr zu erahnen als zu erkennen. Das andere Bein ist gestreckt; der Fuß scheint auf der ersten Leiste der Holzpalette am unteren Bildrand zu stehen. Dies kann jedoch nur vermutet werden, da der rechte Fuß nicht vom Bild erfasst ist.

Alles in allem ein kontrastreiches Foto – sowohl in seinen Farben, als auch in seinem „Inhalt“ oder „Thema“ (Stadt vs. Natur).

Foto und Bildbeschreibung entstanden in unserem Fotoseminar für Blinde

Hier noch ein PS von Sandra: Marianne und ich unterhielten uns über die Bildbeschreibung. Dabei wurde deutlich wie unterschiedlich (in ihrer Bedeutsamkeit für die jeweiligen  Betrachter_innen) Bildinhalte aufgenommen werden. Während es mir bei dem Foto des Graureihers wichtig erschien auch den Hintergrund präziser zu beschreiben, hätte dieser für Marianne durchaus knapper ausfallen können da er auf sie weniger relevant wirkte. Für mich war er wiederum bedeutsam, da sich durch den farblichen Kontrast – entstehend durch den dunklen Hintergrund – das Tier noch mehr in den Fokus des Bildes stellte. Zudem wirkten die Bildinhalte auf mich beinahe Widersprüchlich, so dass dies für mich festzuhalten bzw. mitzuteilen war: Die moosgrünen Sandsäcke und die Holzpalette standen für mich in starkem Kontrast zu dem sauberen, schönen und grazilen Anblick des Tieres.

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