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„Im Nebel“ von Susanne Emmermann

Im Nebel

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von | 22. Mai 2017 · 7:34 pm

„Farbstrudel“ von Susanne Emmermann

Farbstrudel

 

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„Das Geheimnis“ von Susanne Emmermann

Das Geheimnis

Auf dem Foto sieht man eine Person mit langen, hellen blonden Haaren die sich die Augen mit den eigenen Händen zu hält, die Ellenbogen nach außen gestreckt vor einem dunkel-schwarzen Hintergrund. Die obere Körperhälfte wird bis etwa zum Bauch auf dem Foto dargestellt. Besonders fallen die langen roten Handschuhe auf, welche bis zum Ellenbogen reichen. Das Licht fällt hauptsächlich auf diese roten Handschuhe, von den Fingerspitzen bis zum Ellenbogen, was den Textilstoff sehr hochwertig aussehen lässt, wie Samt oder Seide. Das Licht fällt außerdem auf die Haarspitzen und auf die Höhe der Augen als würde die Person eine Lichtquelle mit den Händen verdecken.

Auch die Schulter- und Brustpartie wird etwas vom Licht angestrahlt und der T-Shirtstoff der Person glänzt silberlich. Beim näheren Hinschauen fällt keine besondere Mimik auf, die Mundwinkel der Person sind neutral.

Text: Emily Jones

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von | 19. Mai 2017 · 7:30 pm

Eine Mausenase Erzählt von Susanne Emmermann

Orangen, Apfel und Anis auf Holztisch

Der untere Teil des ersten Bildes deiser Serie zeigt einen dunklen, hölzernen Gartentisch. Stellen Sie sich vor, dass eine kleine Maus von dieser Position aus Ihre Nase gen Himmel richtet, um den interessanten Geruchen zu folgen. Es offenbart sich für sie ein hochst reizvolles und geschmackvolles Bild. Vorsichtig den Hintergrund absuchend, ragen dort auf der linken Seite ein saftiger roter Apfel und mittig und rechts davon zwei Orangen empor.

Der Blick richtet sich unweigerlich, dem Duft folgend, auf die Bildmitte, in welcher sich das Geruchszentrum befindet. Der getrocknete Anis prasentiert sich wie ein Meer, das nahezu das gesamte Bild bedeckt. Eine Woge aus unebenen und holzigen Sternen kommt uber den Tisch direkt auf die Kamera zu. Der intensive Anisgeruch wird formlich von einer steifen Brise in die Nase getragen und lässt die Geschmacksknospen tanzen.

Draufsicht einer Orange und Zimtstangen

Zaghaft tastet sich die Maus auf das Sternanismeer hinauf und sieht von der Vogelperspektive auf ein weiteres, bisher verborgenes Bild. Eine Orange und drei Zimtstangen. Das zentrale Element der zweiten Fotografie ist die Orange, die zum Teil
geschält und leicht geöffnet ist. Vom rechten Bildrand ausgehend nimmt diese zwei Drittel des Bildes ein. Durch die Draufsicht schaut die Maus in das Zentrum der Orange hinein. Die einzelnen Stücken scheinen vom Mittelpunkt ausgehend auseinanderzufallen, ähnlich einer sich öffnenden Seerosenblüte. Die verbliebene äußere Schale hält die Struktr zusammen. Auf allen sichtbaren Orangenstücken ist die weiße, faserige Außenhaut zu erkennen.

Von der Orange ausgehend rinnt eine schmale Spur Fruchtsaft über den Tisch zum unteren Bildrand. Das Licht des Himmels spiegelt sich darin wider. Der austretende Saft und das noch pralle, feste Fruchtfleisch lassen darauf schließen, dass es sich um eine sehr frische und fruchtige Orange handelt.

Gleich links daneben liegen braune, naturbelassene Zimtstangen. Aufgrund des Fotoformats sind sie am Bildrand abgeschnitten. Auch die Zimtstangen sehen sehr frisch und naturlich aus. Sie ähneln kubanischen, selbst gewickelten Zigarren. Eine wohlige Duftwolke aus Zimt dringt in die Nase und lasst die Gesamtanordnung aller sich auf dem Bild befindlichen Elemente noch asthetischer wirken.

halbierter Apfel

Die Maus genießt den Moment, als sie unverhofft aus den Gedanken gerissen wird, da ein Windstoß etwas vom Tisch herunter geweht hat. Neugierig folgt sie dem Gerausch. Sie sieht, dass der Apfel, der im ersten Bild im Hintergrund lag, heruntergefallen ist. Neugierig folgt sie ihm nach unten.

Er ist nicht mehr als Ganzes vorhanden, sondern mittig des Kerngehauses auseinandergebrochen. Die Schale schlägt an manchen Stellen kleine Wellen und auch das Fruchtfleisch ergibt keine gerade Oberflache. Es ist auf dem Bild nur eine Hälfte des Apfels zusehen. Durch diese naturlich wirkende Teilung tritt Saft aus dem weiß glanzendem Fruchtfleisch heraus. Der Saft ist vor allem in den Kuhlen des Gehauses deutlich erkennbar, in denen jeweils ein Samenkern liegt. Die Maus tapst mit ihren Pfoten in eine kleine Pfütze aus Fruchtwasser
und schüttelt sie aus.

Die Schale des Apfels ist rot gesprenkelt, jedoch tritt diese auf dem Bild eher in den Hintergrund und wird nur an ein paar wenigen kleinen Stellen am unteren und oberen Rand des Bildes sichtbar. Der frisch aufgebrochene Apfel wirkt keineswegs mehlig. Genau durch diesen großen Genussfaktor, kommt das Gefühl auf, es sei ein saftiger und knackiger Apfel. Die Vorstellung, dass der Apfel leicht süßlich frisch schmeckt und beim Hineinbeißen etwas spritzt, lädt gleich zum Verzehr ein.

 

 

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Fruchteisbecher von Susanne Emmermann

Fruchteisbecher

Diese hochformatige Nahaufnahme eines Fruchteisbechers entstand bei einem Cafébesuch. Durch die schrage Perspektive kann man auch von oben in den Becher hineinsehen. Obenauf liegt eine kraftig rote Brombeere. Sie liegt auf einigen Blaubeeren, dahinter liegen frische Himbeeren. Der Duft wilder, aromatischer Beeren steigt der Fotografin, die dem Eisbecher für das Foto ganz nah gekommen ist, in die Nase.

Die Früchte befinden sich vermutlich auf Schokoladeneis, das schon leicht angeschmolzen ist, sodass man sich vorstellen kann, wie es im Mund zergeht. Nach unten hin wird der glaserne Eisbecher trichterformig dünner. Hier ist er außen vor Kälte beschlagen und es bilden sich kleine Wassernasen, die langsam am Glas herab rinnen. Noch bevor man den Fuß des Bechers erkennen kann, endet das Foto.

Links hinter dem Eisbecher steht ein glaserner Kelch mit Milchkaffee. Unangeruhrt ist er zur Halfte mit cremigem Schaum bedeckt. Steigt Ihnen auch der Geruch frisch gerosteter Kaffeebohnen in die Nase?

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Ein Tag am Strand von Susanne Emmermann

Roter Fußnagel am Strand

Es handelt sich bei diesem Bild um einen Tag am Strand. In der unteren Halfte des Bildes ist ein heller Sandstrand zuerkennen und in der oberen Halfte der blaue Himmel mit einigen Wolkenformationen. Der schmale Begrenzungsstreifen von Himmel und Erde, das Wasser, ist dunkelblau.

Die Kameraperspektive lässt erahnen, dass die Kamera auf den Boden zwischen den Beinen der Person gelegt wurde. Der Sand sticht wie eine kleine hugelige Sandlandschaft hervor, die sich bis zur Mitte des Bildes erstreckt. Dadurch wirkt es so, als wäre das Wasser in weiter Ferne. Der Sand wird von der Sonne angestrahlt. Er sieht weich und von der Sonne erwarmt aus. Er ladt zum gemutlichen darauf sitzen oder liegen ein.

In der linken unteren Ecke im Bild sind ein Teil eines linken Unterschenkels sowie ein Fuß mit einem roten Fußnagel vom großen Zeh zu erkennen. Die Sohle ist nicht zu sehen, wird aber wie der Unterschenkel von der Sonne angestrahlt. An vereinzelten Stellen klebt Sand an der Haut, so dass man den Eindruck gewinnt es sei heiß und der Sand bleibt dadurch an der Haut hängen oder die Person war zuvor schon mit den Beinen im Wasser. Das Bild drückt einen Moment der Ruhe, Wärme sowie pure Entspannung aus. Es lädt zum Träumen und Loslassen ein

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Sinnesbilder von Susanne Emmermann

Unser Leben ist von optischen Eindrucken gepragt. Das ging mir nicht anders und so nahm ich viel weniger mit meinen anderen Sinnen wahr. Durch meine zunehmende Erblindung war ich dazu gezwungen mehr zu horen, zu riechen und zu fuhlen. Das eroffnete mir eine Welt, die ich in der Dimension bisher nicht gespurt hatte. Mit meinen Bildern mochte ich auf diese Sinne aufmerksam machen.

Lassen Sie sich ein auf den wurzigen Geruch des Sternanis, den Duft der Orange und schmecken Sie den saftigen Apfel. Traumen Sie ein wenig vom Sommer und spuren Sie mit dem Strandbild die Sonne und lassen sich von dem beerigen Eisbecher verfuhren, dessen Duft selbst mich uberraschte.

Susanne Emmermann
Januar 2017

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