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Silja und die Katze

Eine Frau mit Sonnenbrille betastet eine Steinskulptur im Park

Die Katze begreifen.

Im Rahmen des Fotoworkshops besuchten wir im Juli den Britzer Garten, um dort zu fotografieren. Auf einer Wiese stand eine Steinskulptur. Von Weitem konnte man nicht ausmachen was es darstellen sollte. So entschieden wir nah genug heranzugehen, um herauszufinden was es ist.

Beim betrachten mit meinen Händen erfasste ich erst wie hoch und breit sie war. Ich musste mich auf die Zehenspitzen stellen und gleichzeitig meinen Arm weit nach oben schieben, sodass ich mit der Hand den oberen Rand der Skulptur erreichen konnte. Dabei merkte ich, dass sie um einiges höher war als ich. Ich umrundete sie, damit ich mit den Fingern überhaupt feststellen konnte, wie breit sie im Ganzen ist.

Wahrscheinlich hätte ich so gar keinen Eindruck erhalten, wie weit der Umfang von ihr ist. Denn ich erkannte dabei erst, das sie sich ja auf einem Sockel befand. Ohne Beschreibung der Anderen hätte ich wohl keinesfalls herausfinden können um was es sich da möglicherweise handelt. Die / der Bildhauer/in, hat eine Katzendarstellung in einen Steinblock gemeißelt. Sie hob sich von der rauen Oberfläche des Steinblocks kaum haptisch ab. Dadurch konnte ich die eingemeißelte Figur nicht ermitteln. Ich hielt Ausbuchtungen für ihre Schnauze, Ohren, ….., was dem nicht so war. Erst als mir die anderen von der Gruppe mir mit meinen Händen zeigten, was wo ist, begriff ich die Darstellung immer mehr und konnte mir so dann darunter auch etwas vorstellen.

Dabei wurde mir klar, wie wichtig es doch ist, wie man etwas beschrieben bekommt und wie man noch gleichermaßen selbst mit seinen Händen zusätzlich etwas ermittelt um sich dann seine eigene Vorstellung bilden zu können. Anderenfalls bliebe so manches für mich verborgen und der Steinblock eben nur ein Steinblock!

Beschreibung von Sarah:

Das hier beschriebene Foto ist im Britzer Garten entstanden. Auf dem Bild ist Silja zu sehen, die vor einer etwa zwei Meter hohen Skulptur steht und diese mit beiden Händen abtastet. Die Fotografin hat sich bei der Aufnahme für die Seitenansicht von Person und Skulptur entschieden. Die Skulptur füllt die rechte Bildhälfte aus. Die gewählte Perspektive ermöglicht dem Betrachter die vordere und die seitliche Ansicht der Skulptur. Sie ist aus hellgrauem Stein gearbeitet. Die Figur steht mit einem breiten Sockel auf einer Wiese. Der Sockel ist auf der Vorderseite eingekerbt, so dass visuell der Eindruck entsteht, es seien Pfoten. Er springt auf der Vorder- und Rückseite etwas hervor, weiter nach oben gehend verjüngt sich die Figur, die dann auf eine Länge von ca. 30 Zentimetern relativ gleichmäßig geformt ist. Nur über der Stelle, an der sich am Sockel die Einkerbung für die Pfoten befindet, ist der Stein auch leicht eingekerbt, jedoch wesentlich weniger als am Sockel. Auf Brusthöhe springt der Stein wieder hervor. Es treten zwei etwa rechteckige Flächen hervor, die mit kleinen Schlitzen versehen sind. Diese Rechtecke sind so angeordnet, dass sie wie Augen wirken. Unterhalb dieser angedeuteten „Augen“ ist eine weitere rechteckige Steinfläche zu sehen, die sich in die Gesamterscheinung der Skulptur als Schnauze einfügt. Über den Augen befindet sich ein kleiner ca. zehn Zentimeter großer Bereich, der oben abgerundet ist und auch etwas hervorsteht. Dieser Bereich erscheint bei der Betrachtung als Stirn. Oben auf dem Kopf befinden sich zwei Ohren, die wie Dreiecke mit abgeschnittener Spitze aussehen. Sie sind etwas weiter hinten auf dem Kopf angeordnet. Insgesamt sieht die Skulptur aus wie eine große sitzende Katze im Comicstil.
Vor der Figur steht Silja. Sie ist mit ihrem Körper der Figur zugewandt. Den Kopf dreht sie in Richtung Kamera. Sie hat beide Hände auf die Figur gelegt, ihre linke Hand berührt die Stirn der Katze. Silja ist kleiner als die Figur und muss den linken Arm nach oben strecken, um die Stirn zu erreichen. Die rechte Hand berührt nur mit dem Zeigefinger das Gesicht der Katze. Die Hand befindet sich etwas oberhalb des linken Auges der Katze. Den rechten Arm hat Silja leicht angewinkelt. Silja ist mit schwarzen Schuhen und einer schwarzen, eng anliegenden Hose bekleidet. Außerdem trägt sie eine rosafarbene, vorne rund verlaufende Strickjacke mit dreiviertel Ärmeln. Die Jacke ist mit einem schwarzen Strichmuster abgesetzt. Des Weiteren trägt Silja eine weiße runde Sonnenbrille mit einer Plastikschleife an jedem Bügel. Über die linke Schulter trägt sie eine schwarze Tasche. Sie hat dunkles, kurzgeschnittenes Haar, über das sich ein roter Schimmer zieht. Am linken Handgelenk trägt sie eine Uhr, von der nur das schmale schwarze Armband sichtbar ist. Die Fingernägel hat sie ebenfalls in einem rosa Ton lackiert. Hinter der Skulptur und Silja befinden sich Bäume und ein Stück Wiese.

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Zwei Bilder mit Garfield

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

sehr geehrte Mitglieder,

ein aufrechtes Lob an all die Beteiligten Bildbeschreiberinnen und -Beschreiber wúnsche ich! Eine klasse Initiative, dass dies möglich ist: sich ein Photo beschreiben zu lassen und anschließend eine Vorstellung reicher zu sein.

Wie oft kommt es nicht vor, daß wir, blinden Menschen, nach einem Erlebnis, nach einer Auslandreise, oder einem interessanten Aufenthalt  einige Bilder in die Hand gedrückt bekommen. Ob auf Grossdruck, ob auf einer Cd, sehen kann ich sie eh nicht.
 Die 2 Bilder im Anhang dúrften nicht allzu gut gelungen sein. dennoch rührt es mich, denn sie sind per Zufall vor dem unvorhergesehenen Tod meines Katers Garfield genommen worden. Wir haben uns sehr an einander geheftet, waren unzertrennlich,und obwohl er ja kein fúhrhund ist, bedeutete dieser Kater, der mir überall hinterher lief und auch angelaufen kam als ich ihn suchte oder rief, sehr viel. Es ist kaum bezahlbar, sich dem Kater, bzw. oder gar für sich selbst,  ein würdiges Begräbnis zu wünschen, lediglich ein HaarPflausch bleibt mir, nebst diesen photos.
Mit freundlichen Grúßen aus Utrecht, Niederlande
Patricia


Eine Frau mit großer, roter KatzeEine Frau mit großer, roter Katze

Bildbeschreibung von Monika:

Liebe Patricia,

auf dem ersten Bild bist du mit deinem Kater Garfield (ich nehme mal an er ist männlich) zu sehen, der ähnlich wie ein Schal oder eine Pelzstola locker um deinen Hals geschmiegt liegt. Ich musste schmunzeln, euch beide so zu sehen. Natürlich eine ungewöhnliche Haltung für eine Katze, jedenfalls bei einem stehenden Menschen. Wenn man liegt, legen sich Katzen sehr gerne so hin: auf den oberen Brustbereich, da, wo die Schlüsselbeine sind. Also ganz nah an Gesicht und Hals des Menschen. Sie wollen einem nah sein, dort ist es schön warm, viel Hautkontakt und es zeugt von größtem Vertrauen. Aber dass eine Katze das auch macht, wenn man steht, das habe ich noch nie gesehen. Und trotz der ungewöhnlichen Haltung, liegt Garfield vollkommen entspannt da.

Ihr beide wirkt wie ein eingespieltes Team. Ich habe das Gefühl, ihr macht das nicht zum ersten Mal und lauft öfter so in der Wohnung herum. Hast du gerade noch auf dem Sofa gelegen, Garfield auf deiner Brust und als du aufgestanden bist, hatte er schlichtweg keine Lust diesen gemütlichen Platz zu verlassen? Du stützt ihn ab, mit deinen vor der Brust gekreuzten Händen. Beide habt ihr es euch gut eingerichtet, in dieser Haltung, ihr könnt es eine Weile so aushalten, scheint mir. Du schaust über Garfield Rücken hinweg nach rechts, aus dem Bild hinaus. Du lächelst entspannt, versonnen und genießt sichtlich den Moment.

Garfield schaut genau in die entgegen gesetzte Richtung, über deine rechte Schulter hinweg nach links. Seine Pfoten ruhen auf deiner rechten Schulter. Garfields „Gesicht“ (spricht man bei Katzen von einem Gesicht?) ist von der Kamera abgewandt. Aber ich könnte wetten, er hat den gleichen Ausdruck wie du. Auch eure entspannte Körperhaltung ist eine Parallele. Nur seine Ohren, die sind typisch Katze, sehr aufmerksam. Sie stehen nicht aufrecht entspannt, sondern sind ein kleines bisschen zusammengedrückt, weil die Ohrenspitzen sich nach hinten richten, zum Fotografen hin. Der Auslöser der Kamera macht natürlich ein Geräusch und da zieht´s die Ohren, denen nichts entgeht, automatisch hin.

Du hast an diesem Tag eine rote Bluse oder Hemd an; das Haar hast du nach hinten gekämmt, vermutlich zu einem Zopf gebunden. Garfield muss ich dir bestimmt nicht beschreiben, dass haben andere schon getan; du weißt um sein schönes rotes Fell, die etwas helleren Pfotenspitzen. Er sieht tatsächlich aus wie sein Namensvetter. Seine weissen Schnurrhaare sind auf dem Foto gut zu sehen. Garfield trägt ein dunkles Halsband, dass in seinem dicken Fell fasst verschwindet. Ihr befindet euch in einem Wohn- oder Arbeitsraum. An der Wand ist der Teil eines gerahmten Bildes zu sehen (ein Druck vielleicht), in schwarz-weiss. Im Hintergrund kann man einige CD-Stapel erkennen.

Das Bild hat eine sehr vertraute, gemütliche und persönliche Atmosphäre. Besonders gut gefällt mir, dass weder du noch Garfield in die Kamera seht und dass ihr so innig miteinander seid, obwohl ihr in die entgegen gesetzte Richtung schaut.

Auf dem zweiten Foto befinden wir uns noch in derselben Situation, nur hast du dich jetzt zur Kamera gedreht und man sieht Garfields Rückenansicht. Er hat seine Vorderpfoten auf deine linke Schulter gelegt, du stützt seine Hinterbeine mit den Händen oder dem Unterarm ab, dass ist nicht mehr auf dem Foto drauf. Garfield ist mit seinen Schultern auf der Höhe deines Ohres und sein Kopf plus Ohrenspitzen (aufgerichtet) schliessen mit deinem Kopf ab. Irgendwie erscheint ihr dadurch gleich gross. Mir fällt dazu der Ausdruck „Auf gleicher Augenhöhe“ ein. Verstärkt wird dieser Eindruck vermutlich noch dadurch, dass du den Kopf leicht nach rechts neigen musst, um ihm mehr Raum zu geben.

Man kann jetzt gut sehen, dass Garfield ein ausgewachsener Kater ist. Auch sein dichtes, buschiges Fell erkennt man gut, weil es sich hier und da durch die Krümmung seines Rückens ein bisschen „öffnet“ und man bis ins flauschige Unterfell sehen kann.

Im Hintergrund sieht man jetzt, dass zwei gerahmte Bilder an der Wand hängen, ein anderer, größerer Bilderrahmen lehnt darunter an der Wand und in der ganz linken Ecke sieht man einen Teil eines großen, schwarzen Flatscreens mit darunter noch viel mehr CD´s (oder sind das sogar DVD`s?). Rechts von dir im Hintergrund steht auf dem schwarzen Regal oder Site-bord außerdem eine kleine, weiße Kerze.

Auf diesem Bild sehen wir dein Gesicht jetzt von vorne, du lachst, mit geschlossenen Augen und Mund. Dadurch hast du diese „Lach-Bäckchen“, in die klassischerweise Tanten und Onkel so gerne kneifen, wenn man Kind ist. Das Foto ist mit einem Blitzlicht aufgenommen, der Blitz spiegelt sich auf der Haut deiner linken Wange. Auf der gegenüberliegenden Wand zeichnet sich ein schmaler Schatten von Garfield ab, der die Konturen seiner rechten Seite (Ohr, Kopf, Schulter) schön nachzeichnet.

Genau wie beim ersten Foto, hat das Bild eine sehr vertraute und innige Atmosphäre. Man kann förmlich sehen, wie gut ihr zwei, du und Garfield, es miteinander habt.

Hartelijke groeten, ebenfalls aus Utrecht, von Monika

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Noch eine Katze

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Hallo ihr Lieben,

könnt ihr mir meine andere Katze auch noch beschreiben? Sie heißt Molly und ist WEIBLICH:-)

Ilka

Eine gefleckte Katze sieht uns an.

Bildbeschreibung von Ewa Maria Slaska

Die Nahaufnahme einer weißen Katze mit schwarzen und roten Flecken. Sie sitzt im Bett, im Arm einer offenbar schlafenden Frau, und sieht uns an. Die Hand der Frau hat Kratzspuren und eine sehr großen Ring mit roten Steinen.
Als ich dieses Bild sah, bewunderte ich den Ring und staunte nicht wenig und sehr vergnügt über die Katze, weil sie für mich wie Hitler aussieht. Wenn ich mir Fotos von Hitler anschaue, dann weiß ich, dass er seine berühmte Mahne über das linke Auge trug und nicht über das rechte. Aber irgendwie ist sie ihn schon ähnlich, oder? Ich hörte Mal von einem Kater, der tatsächlich Hitler hieß, weil er eben ein schwarzes Dreieck übers linke Auge hatte und einen kleineren schwarzen „Schnurbart“ unter seiner Katzennase. Alle, die ihn sahen, waren immer sehr vergnügt.
Nun ja. Eine Katze mag es nicht, wenn man sich ihretwegen vergnügt. Es ist Schicksal, so einem wie der Hitler ähnlich auszusehen. Das muss mit Würde getragen werden. Und das tut sie, das sieht man sofort. Sie ist überhaupt würdevoll. Befreundet sich ungern, miaut wenig, schweigt philosophisch. Ist sie es, die den berühmten deutschen Satz formuliert hat: Der Himmel über mir und das Moralgesetz in mir!? Streng, streng. Nicht willig zu verzeihen, wenn man ihr weh tut. Dies ist schwierig, weil man sie sehr leicht verletzen kann, und sie nimmt alles persönlich.  Wie zu recht kommen mit so einer Katze? Aber wenn man es doch schafft, was für ein Gewinn! An Intellektuellen, an Vertrauenswürdigen, an Loyalität!

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Graue Katze sieht uns an

STATUS: SCHON BESCHRIEBEN

Fotografie einer langhaarigen grauen Katze, die uns über eine Tischkante hinweg ansieht.

Bildinformation von Ilka: Ihr Lieben, könnt Ihr für mich bitte meine Katze beschreiben?

Bildbeschreibung von Ewa Maria Slaska:

Der Kopf einer grauen Katze, die uns über eine Tischkante hinweg anguckt. Im Hintergrund die verschränkten Arme eines Menschen, in einem Pulli mit grau-schwarzem Muster. Es sieht aus als sitze die Katze auf dem Schoß der Person.

Das wird mich nicht nur überraschen, aber auch sehr enttäuschen, wenn ich danach erfahre, dass es hier ein Kater ist. Ein grauer Prinz also. Da assoziiert er sich mir leider nur mit einem Mann wie Richard Gere in Pretty women, heißt, der ist ein ziemlicher Idiot mit Geld, der sich in eine vulgäre Hure verliebt und peng peng über Nacht verwandelt sich in seinen Augen die Hure in eine intellektuelle, subtile und charmante Harvard-Studentin. Ach, nicht vergessen – immer noch eine mit sehr gutem Herzen, das der (männlicher?) Sage nach alle Huren besitzen.

Also ich hoffe, es ist doch Die Katze, eine schöne, grazile, ein bisschen arrogante, selbständige Prinzessin, die nur das im Leben macht, was ihr gefällt und sich nie runterkriegen lässt. Sie liebt nur eine Person und das ist Ilka, wir, die anderen, können ihr alle gestohlen bleiben. Sie ernährt sich mit der in den Händen aufgewärmten, klein geschnitzelten

Hühnerbrust, Garnellen und Lachsschinken auf einem Porzellantellerchen serviert und trinkt Sojamilch aus einer Tasse, ebenfalls Porzellan. Rosenthal vielleicht. Die Welt um sie herum muss schön sein. nein, nicht schön, das wäre zu platt – ästhetisch. Ilkas Hände, die mit Sonne durchsichtig gewordene Batist-Gardinen, eine schwarze Tulpe in einer Glasschale. Ein Seidenschal, beige –bleu mourant, den Ilka für einen Moment abgelegt hatte, und jetzt schläft die Katze drauf. Bleu mourant, Blassblue, sterbendes Blau – das ist gerade das Wort für diese graue Prinzessin. Etwas sehr feines, sehr ausgefallenes, sehr selten und sehr sehr teuer.

Und diese grüne Augen! Ach, eine wahre Prinzessin!

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