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Platz da: Wir kreieren barrierefreie Kugeln!

Wir laden Euch herzlich ein in die Ausstellung Dreams&Dramas. Law as Literature um “Platz da!“ live zu erleben:

Samstag, 6. Mai 2017, ab 13 Uhr

Ort: NGBK – Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Oranienstr. 25, 10999 Berlin-Kreuzberg

Barrierefreie Kugeln kreieren

Farben bestimmen unseren Alltag und unsere Identität. Das wissen auch Anka Benara und Arnold Estefan. Ihr fragiles Kugel-Kunstwerk „Jus soli – Right of Soil“ wird gerade in der Ausstellung „Dreams&Dramas. Law as Literature“ präsentiert. Die Künstler*innen trennten die Fahnen ihres Herkunftslandes Rumänien sowie die Flaggen der Geburtsländer ihrer Eltern auf und formten aus den Fäden bunte Kugeln. Darin vermischen sich nicht nur die Farben der Flaggen, sondern auch Geburtsort- und Herkunftsrecht. Ein spannendes Konzept, dessen Kunstwerk jedoch nicht angefasst werden darf und damit nicht für alle erfahrbar ist. Katrin Dinges, Künstlerin und Kunstvermittlerin, schaut sich mit den Besucher*innen weitere Fahnen an: Was machen deren Farben mit uns? Wie beeinflussen sie unsere Identität? Anschließend entstehen in einem kreativen Teil eigene (Kugel-)Kunstwerke, die alle anfassen dürfen.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldung unter kunstvermittlung@ngbk.de <mailto:kunstvermittlung@ngbk.de>

 

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Barrierefreie Kurzfilmnacht am 8. November in Dresden

Auf diesem Weg möchte ich Sie ganz herzlich zu unserer Kurzfilmnacht Klar_Sichtstreifen im Rahmen der diesjährigen Diversity Tage der TU Dresden zum Thema „Familie inklusive!“ einladen.

Die Kurzfilmnacht im Kino im Kasten findet am 8. November 2016 um 20 Uhr statt.

Wie auch im letzten Jahr ist unsere Kurzfilmnacht selbstverständlich barrierefrei – Audiodeskriptionen für die Kurzfilme sind von unserer Kuratorin extra erstellt worden. Auch in diesem Jahr werden wieder nationale und internationale Preisträger- und Preisträgerinnenfilme gezeigt.

Das gesamte Programm der Diversity Tage (07-10. November) finden sie hier.

(Quelle: Dr. phil. Cornelia Hähne, Beauftragte für Diversity Management, Technische Universität Dresden)

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Ergebnisse einer Studie zu Alternativtexten im Internet

Im Rahmen der Recherche für ihre Masterarbeit an der TU Dortmund besuchte Sarah Kitza letztes Jahr einige unserer Workshops. Sie half uns nicht nur beim fotografieren, auswählen und beschreiben der Bilder, sondern befragte auch unsere blinden und sehbehinderten Seminarteilnehmenden sowie die Lesenden unseres Blogs zum Thema Alternativtexte im Internet.

Danke an alle über 200 Teilnehmenden an der Online-Umfrage und herzlichen Glückwunsch an Sarah zur Veröffentlichung der Masterarbeit. Wir hoffen, dass möglichst viele Webseitenprogrammierer und Journalisten, aber auch Hobby-Blogger die Studie lesen und versuchen die Empfehlungen umzusetzen. Nur so können das Internet and visuelle Darstellungen im Allgemeinen barriereärmer werden.

Hier der Link zu einer Einleitung zur Studie von Jan Hellbusch mit dem Direktlink zum kompletten Text der Masterarbeit.

 

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Richtlinien für Bildbeschreibungen II

Aus gegebenem Anlass hier noch einmal der Vorschlag der blinden Kunsthistorikerin Anja Winter für ein Schema für Bildbeschreibungen :

Bildbeschreibung für Blinde

I. Fakten

1. Maler

2. Titel & Genre

3. Format & Maße

4. Technik

5. Entstehungszeit

II. Beschreibung

1. Aufbau (Vorder-, Mittel-, Hintergrund)

2. Hauptmotiv (evtl. auch nur Teil), das sofort ins Auge springt

3. Farben

III. Eindruck, Stimmung

möglichst genau wiedergeben, aber Achtung: keine Interpretation!

IV. Hintergrund 

(soweit zum Verständnis erforderlich!)

1. biografische Daten des Malers (und ggbfs. Auftraggebers)

2. Stil & Epoche

3. kunsthistorische Besonderheiten

4. historischer, religiöser Hintergrund 

© tastkunst 06.2012

Vergleicht es bitte mit den Vorschlägen des blinden Kunsthistorikers Erich Schmid.

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Blinde Experten für Barrierefreies Möbeldesign gesucht

Hättet ihr gerne weniger Spitze ecken an Tischen, Sofamaterialien die sich gut anfassen, Arbeitsflächen mit Kontrasten oder solche auf denen man so wenig wie möglich Fingerabdrücke sieht?

Wenn ihr Ideen habt, wie Möbel für blinde und Sehbehinderte Nutzerfreundlicher gestaltet werden können oder einfach einer Gruppe von Studenten aus eigener Erfahrung erzählen möchtet was ihr schön und praktisch findet und ihr außerdem kommenden Montag in Berlin seid und noch nichts vor habt, dann meldet euch doch als Experte für einen Workshop mit Studierenden der Kunsthochschule Weißensee. Es geht um die Barrierefreiheit von Möbeln, insbesondere darum worauf ihr und eventuell andere blinde und Sehbehinderte Menschen wert legen.

Wann? Montag 18. 4. 10:00 bis 16:00, wobei ihr nicht unbedingt bis zum Ende bleiben müsst

Es gibt eine kleine Aufwandsentschädigung

Wo? künftiges TUECHTIG in den ehemaligen Osram Höfen, Oudenarder Str. 16 in Berlin-Wedding

Bei Interesse und weiteren Fragen meldet euch bei Stefanie Trzecinski trzecinski@kopfhandundfuss.de.

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Interview mit Tanzfähig: Initiative für mehr Körperliche Vielfalt im Zeitgenössischen Tanz

Tanzende mit und ohne Rollstuhl

Wer genau steckt eigentlich hinter tanzfähig und wie beschreibt ihr / beschreibst du deine eigene Beziehung zum Tanzen?

Hinter tanzfähig stecken wir, Evelyne Wohlfarter und Bernhard Richarz. Seitdem wir 2010 begonnen haben, unsere Vorstellungen zum Tanz gemeinsam umzusetzen, haben wir tanzfähig zur jetzigen Initiative für mehr körperliche Vielfalt im zeitgenössischen Tanz entwickelt.

BERNHARD: Meine Beziehung zum Tanz hat sich über die Zeit hinweg verändert. Derzeit interessiert mich vor allem, wie Menschen im Tanz nicht-sprachlich kommunizieren, wie sie sich verständigen können, wenn sie dafür allein ihren Körper nutzen, wie sie dabei auf Inhalte zurückgreifen, die sie in ihrem Körpergedächtnis abgespeichert haben, und wie sie sich darin außenstehenden Dritten, dem Publikum so mitteilen können, dass sie verstanden werden.

EVELYNE: Es fällt mir nicht leicht, meine Beziehung zum Tanz in Worten zu beschreiben. Ist der Tanz nicht eine eigene Sprache? Seit unserer letzten Produktion „Als der Flieder blühte, …“ wurde es für mich sehr deutlich, dass unser Körper alles Erlebte speichert und es dauerhaft aufzubewahren vermag. Sehe ich mich – sowohl in der pädagogischen Arbeit, als auch im choreografischen Schaffen – als Raumöffnerin: Ich schließe einen Raum auf und bringe die Geschichten aus dem Körper ins Tageslicht. Faszinierend finde ich, dass diese Geschichten ohne jegliche Verbalisierung körperlich über Generationen weitergegeben werden.

 

Wie bist du [seid Ihr] auf die Idee gekommen tanzfähig zu starten?

BERNHARD: Ich wollte wieder tanzen, aber wegen meiner Behinderung war es damals für mich nicht vorstellbar, den allgemein angebotenen Unterricht zu besuchen. Da lernte ich 2003 in Bremen auf der Sommer-Uni „DanceAbility“ kennen und fühlte mich sehr davon angesprochen. Da es das in Berlin nicht gab, machte ich 2006 in Wien bei Alito Alessi das sog. DanceAbility Teacher Training und begann danach mit tanzfähig.

EVELYNE: Im Rahmen meines Studiums der Musik- und Tanzpädagogik hatte ich mich intensiv mit dem Thema Inklusion und Tanz auseinandergesetzt. Mein Traum war es, eines Tages eine inklusive Tanzcompanie zu leiten. Nachdem ich in 2009 Berlin angekommen war, recherchierte ich in der Szene und fand nichts, das meinen Ideen entsprochen hätte. So organisierte ich ein wöchentliches Tanztraining für Erwachsene und Jugendliche in Neukölln. Ich besuchte auch Bernhards Training, welches unter dem Namen tanzfähig lief.

BERNHARD: Ja, ja, mein Training entsprach auch nicht so ganz Deinen Vorstellungen.

EVELYNE: Wir verstanden uns sehr gut und in vielen Stunden Gespräch merkten wir, dass wir gleiche Vorstellungen hatten, worauf es uns im Tanz ankam. So wagten wir unseren ersten gemeinsamen Workshop und gestalteten einen Flyer mit unser beider Termine für das Training darauf, was vorerst noch getrennt voneinander lief. Dabei blieb es nicht, und so wuchs der Wunsch, die Sache größer werden zu lassen; ein Logo und eine Website entstanden. Es war eine sehr fruchtbare Zeit, weil wir Begriffe finden mussten, die eindeutig bezeichneten, was wir wollten. Der Namen tanzfähig blieb, und so nannten wir unsere Initiative.

 

Ihr habt dieses Jahr zehnjähriges Bestehen, wie hat sich das Projekt seit 2006 weiter entwickelt und was hat sich verändert?

EVELYNE: tanzfähig hat sich immer wieder im Wandel befunden und wird sich weiter wandeln. Das Samenkorn, das Bernhard 2006 mit dem wöchentlichen Training gelegt hat, ist heute eine schöne Pflanze…

BERNHARD: Das liegt auch daran, dass Du kräftig gedüngt hast. Anfangs war tanzfähig noch stark von DanceAbility geprägt, also dem Konzept der gemeinsamen Tanzimprovisation von Menschen mit und ohne Behinderungen.

EVELYNE: Mir war es wichtig, andere Formen des zeitgenössischen Tanzes einzubringen und das Künstlerische zu fokussieren. Darüber merkten wir, dass Behinderung für uns keine Kategorie war, die für uns zählte, sondern es war vielmehr die Vielfalt der Körper.

BERNHARD: Was wir jetzt machen, lässt sich gut mit dem Begriff „Ästhetik der Differenz“ bezeichnen. Wir wollen gerade die Verschiedenheit der Körper sichtbar machen, uns von ihrer Vielfalt leiten lassen und ihre Schönheit stimmig zusammenführen.

 

Viele Leute stellen sich unter tanzen entweder klassischen Paartanz oder „rumhopsen“ in der Disco vor, was für eine Art von Tanz macht ihr?

Wir bieten zeitgenössischen Tanz an. Es geht dabei nicht darum, von außen gesetzte Schritte nachzuvollziehen, sondern in der Tanzimprovisation Bewegung zu entwickeln, die dann für sich stehen oder in einer Choreografie eine feste, wiederholbare Form bekommen kann.

 

Viele Menschen würden wahrscheinlich gerne tanzen, aber denken sie sind nicht athletisch genug, zu alt, zu unbeweglich, zu langsam … Wer kann bei euch mittanzen und wie läuft es ab, wenn jemand zum ersten Mal zu einer eurer Tanzstunden kommt?

Wenn jemand Bedenken hat zu tanzen, dann müssen wir ihn oder sie ermutigen, es trotzdem zu versuchen. Was jemand dafür braucht, ist sicher immer ganz unterschiedlich, und unsere Aufgabe als Anleitende ist es, das zu finden, was jemanden weiter bringt. Es gibt für uns im Tanz kein „zu alt“ oder „zu unbeweglich“: Dennoch kann sein, dass jemand, der es nicht gewohnt ist zu tanzen, sich gerade bei den ersten Malen so erlebt. Das kann für die Betreffenden ganz schön hart werden. Wer dann bereit ist, seine Vorstellungen von sich und von dem, was Tanz bedeutet, zu überprüfen und zu verändern, der oder die kann bei uns gut mittanzen. Mit anderen Worten: Tänzerische Vorerfahrungen, Behinderungen jeglicher Art oder verschiedene kulturelle Prägungen sind uns willkommen, aber nicht erforderlich.

 

Wo und wann tanzt ihr?

Wir bieten derzeit ein wöchentliches Training „Zeitgenössischer Tanz in körperlicher Vielfalt“ an. Es findet jeden Donnerstag von 18:30 bis 20:30 Uhr im Ada-Studio, Uferstr. 23 / Badstr. 41a in Berlin-Wedding statt. Die Anmeldung dafür geschieht über: bernhard@tanzfaehig.com

Außerdem gibt es immer wieder zusätzliche Veranstaltungen. Die Termine dazu stehen dann auf unserer Website: http://www.tanzfaehig.com

 

Man kann euch auch für Veranstaltungen in Institutionen, Feste und Aufführungen buchen. Wo seid ihr schon überall aufgetreten?

Unser Konzept haben wir schon auf verschiedenen Tagungen von Deutschland bis Brasilien vorgestellt. Ebenso haben wir schon im In- und Ausland unterrichtet. Von unseren künstlerischen Produktionen hat vor allem der Video-Tanz „triptychon“ international Verbreitung gefunden und sogar einen Preis gewonnen. Durch unsere Internet-Präsenz sind wir weltweit vertreten…

 

Kennt ihr ähnliche Projekte in Deutschland oder weltweit, für Interessierte, die nicht in Berlin wohnen?

Natürlich ist das, was wir machen, nicht einzigartig. Insofern gibt es andere, ähnliche Projekte. Wenn wir da jetzt anfangen aufzuzählen, können wir in Teufels Küche kommen, weil wir sicher jemanden nicht nennen, der meint, an dieser Stelle genannt werden zu müssen.

 

Ihr versucht allen Menschen die Interesse haben, die Möglichkeit zu geben Teil eurer Gruppe zu sein. Wie funktioniert das? Um ein extremes Beispiel zu bringen: Können Blinde, Gehörlose und Rollstuhlfahrer_Innen zusammen tanzen und wenn ja wie kommunizieren sie miteinander?

EVELYNE: Wie Menschen miteinander kommunizieren können, die unterschiedliche körperliche Voraussetzungen haben, ist gerade das, womit wir uns befassen. Das kann schon auch mal schwierig werden und einige Zeit brauchen, bis wirklich eine tänzerische Kommunikation entsteht.

BERNHARD: Die Kommunikation im Tanz ist nicht dadurch erschwert, dass jemand behindert ist. Angesichts der verschieden körperlichen Bedingungen, die bei uns zusammen kommen können, fällt sie manchmal sogar Nicht-Behinderten schwerer. Ich denke an eine nicht-behinderte Tänzerin, die schon vor Beginn des Unterrichts umgekehrt ist, weil es ihr zu viele Rollstühle waren. Oder an die Teilnehmerinnen, die sich nach einem Unterricht, wo wir viel in körperlichem Kontakt getanzt hatten, darüber empörten, es sei für sie übergriffig gewesen, ohne zu verstehen, dass gerade die viele Berührung notwendig war, weil eine andere Teilnehmerin sonst nicht mitbekommen hätte, was im Studio geschah, weil sie nicht sah und schlecht hörte. Darüber wurde mir klar, dass manche, die so ganz nichtbehindert erscheinen, für das, was wir machen, viel mehr behindert sind als offensichtlich Behinderte.

EVELYNE: Kommuniziert wird im Tanz mit dem Körper und dem ihm gegebenen Möglichkeiten. Dafür braucht es Offenheit für die Anderen und Neugierde, ungewohnte Kommunikationswege beschreiten zu wollen; übrigens auch Eigenschaften, die mitbringen sollte, wer bei uns mittanzen will. Aus unserer Erfahrung können wir manche Wege aufzeigen, die möglich sind. Oft wissen wir aber auch nicht, wie die unterschiedlichen Menschen unsere Angebote annehmen. Beim Unterrichten sind wir daher gefordert, ständig aufmerksam zu sein und entsprechend zu antworten. Wir lernen immer wieder Neues dazu: Unsere Workshopreihe „Aufbruch ins Unerwartete“ benennt sehr gut, worum es für alle Beteiligten geht.

 

In euren Performances müssen sich die Tanzenden nicht unbedingt synchron bewegen, da es nicht um Uniformität geht, gibt es trotzdem Regeln oder zumindest Schritte, die man lernen muss?

Eine Performance folgt einer Choreografie. Da arbeiten wir schon auch mit wiederholbaren Strukturen und ganz genau festgelegten Bewegungsfolgen. Es kann aber auch sein, dass für die Performance nur die emotionale Qualität festgelegt ist, in der eine Bewegung erfolgen soll, oder die Form der Interaktion, aber nicht der Inhalt. Die Freiheitsgrade sind verschieden. Das kann bis zu einer weitgehend offenen Improvisation gehen, wo vorher nur die Mitwirkenden feststehen und vielleicht noch ungefähr die Dauer der Performance, aber nicht, wie sie miteinander tanzen.

 

Was können Teilnehmende bei euren Tanzveranstaltungen sonst noch lernen und für sich selbst mitnehmen, abgesehen vom Tanzen natürlich?

Selbstvertrauen, soziale Kompetenz, Spontaneität, Körperwahrnehmung und Körperausdruck, Entspannung und Aufmerksamkeit. Aber das ist alles nicht spezifisch für uns, sondern gilt allgemein für jedes Tanzen.

 

Steht für euch eher Tanz als Kunstform, Tanzen als Freizeitaktivität oder der Aspekt der Inklusion und Vielfalt im Vordergrund von tanzfähig?

Im Vordergrund steht die körperliche Vielfalt im Tanz als Kunstform. Inklusion ist ein Begriff der Gesellschaftspolitik und hat unseres Erachtens für Kunst keinerlei Aussagekraft. Nur wenn wir uns irgendwo erklären müssen, wo jemand gar keine Ahnung hat, sagen wir dann auch mal, dass wir integrierten oder inklusiven Tanz machen. Wir tanzen einfach mit allen Menschen, die Lust haben, mit uns zu tanzen. Nennt es, wie ihr wollt.

Wo kann man euch demnächst live sehen?

Beim Tanztag MOVEYOURTOWN in Hannover im April wird Videomaterial von uns zu sehen sein. Bernhard wird im Mai Referent bei einem Seminar am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz in Berlin sein, wo sich die Studierenden mit verschiedenen Modellen des integrierten Tanzes befassen werden. Im Juni werden wir in Helsinki auf dem Festival MeetShareDance unterrichten. Evelyne wird im Juli auf einem Symposium an der Universität Mozarteum in Salzburg einen Vortrag über tanzfähig und unsere Arbeit mit neuen Medien halten. – Im wöchentlichen Training in Berlin kann man uns außerdem ständig live erleben.

 

Spielen Kostüme und Musik in euren Aufführungen eine Rolle?

Da bei einer Aufführung dem Publikum etwas vermittelt werden soll, machen wir uns bei einer Produktion wie andere Künstler_Innen natürlich auch Gedanken, wie die Aussage durch Musik, Kostüm oder Bühnenbild verstärkt werden kann. Das gehört einfach dazu.

 

Was plant ihr für die Zukunft von tanzfähig beziehungsweise was würdet ihr euch wünschen?

EVELYNE: Wir würden uns noch mehr interessierte Menschen wünschen, die mit uns aufgreifen und umsetzen, was uns bei tanzfähig wichtig ist. Gut besuchte Tanzstudios bei unserem Training und den Workshops. Eine Produktion, geleitet von einem renommierten Choreografen. Weiteren nationalen und internationalen Austausch. Auch planen wir ein Nachwuchsprogramm, das allerdings noch in Kinderschuhen steckt. Damit wollen wir Menschen mit und ohne Behinderungen ansprechen, die sich unter den Bedingungen der körperlichen Vielfalt ausdrücken wollen.

BERNHARD: Ich denke, wenn wir unseren Ansatz der körperlichen Vielfalt im Tanz weiterführen, werden wir noch mehr zum Subjektiven kommen, wie es die Einzelnen im Tanz bewegt und miteinander verbindet. Und wir werden sehen, was wir dafür brauchen bzw. was wir dafür bekommen, um unsere Vorstellungen zu verwirklichen.

 

Weitere Infos:

Webseite

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Foto copyright Martin Neumann

 

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Es geht um Ihre Bedürfnisse – Arbeiten Sie mit an der Gestaltung von Alternativtexten im Internet

Mein Name ist Sarah Kitza. Ich schreibe derzeit an der TU Dortmund meine Masterarbeit zu der Thematik: Gestaltung von Alternativtexten für Bilder im Internet. In dem vorliegenden Fragebogen haben Sie die Möglichkeit an der Weitergestaltung und Verbesserung von Alternativtexten aktiv mitzuwirken. Den Fragebogen finden Sie unter diesem Link.

Ein alternativer Text kann einem Bild beigefügt werden. Dieser Text wird dann von Screenreadern anstelle des Bildes ausgegeben. Menschen mit Blindheit sind bisher auf die subjektiven Ansichten von Redakteuren angewiesen, da es noch keinen umfassenderen Leitfaden für die einheitliche Gestaltung von Alternativtexten gibt. In der aktuellen Praxis muss daher häufig festgestellt werden, dass Alternativtexte Bilder oft unzureichend beschreiben.

Ziel der Abschlussarbeit ist es, einen Leitfaden für die Erstellung von Alternativtexten zu entwickeln. Letztendlich soll dadurch die Qualität von Alternativtexten im Internet und damit auch die Barrierefreiheit verbessert werden. Die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Damit dieses Vorhaben sich in die Praxis umsetzen lässt, bin ich besonders auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Bitte nehmen Sie sich etwa 30 Minuten Zeit, um den Fragebogen auszufüllen. Angesprochen sind alle Personen mit Blindheit, die mit Screenreader im Internet surfen. Der Fragebogen kann bis zum 13.10.2015 bearbeitet und zurückgesandt werden.

Bitte leiten Sie den Fragebogen auch an Personen in ihrem Bekanntenkreis weiter, die ebenfalls zu der Zielgruppe gehören. Desto mehr Personen an der Umfrage teilnehmen, umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse sein.

Wenn Sie mehr über die Problematik erfahren möchten, klicken Sie diesen Link an.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Sarah Kitza

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