„Das Geheimnis“ von Susanne Emmermann

Das Geheimnis

Auf dem Foto sieht man eine Person mit langen, hellen blonden Haaren die sich die Augen mit den eigenen Händen zu hält, die Ellenbogen nach außen gestreckt vor einem dunkel-schwarzen Hintergrund. Die obere Körperhälfte wird bis etwa zum Bauch auf dem Foto dargestellt. Besonders fallen die langen roten Handschuhe auf, welche bis zum Ellenbogen reichen. Das Licht fällt hauptsächlich auf diese roten Handschuhe, von den Fingerspitzen bis zum Ellenbogen, was den Textilstoff sehr hochwertig aussehen lässt, wie Samt oder Seide. Das Licht fällt außerdem auf die Haarspitzen und auf die Höhe der Augen als würde die Person eine Lichtquelle mit den Händen verdecken.

Auch die Schulter- und Brustpartie wird etwas vom Licht angestrahlt und der T-Shirtstoff der Person glänzt silberlich. Beim näheren Hinschauen fällt keine besondere Mimik auf, die Mundwinkel der Person sind neutral.

Text: Emily Jones

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von | 19. Mai 2017 · 7:30 pm

„Selbstporträts I & II“ von Gerald Pirner

Meine Bilder sind ein Spiel mit Zitaten der verschiedensten Provenienz. Selbstportraits I und Selbstportrait II  spielen mit dem Verschwinden, spielen mit dem Auftauchen, spielen mit dem Begriff des Erscheinens.

Selbstportrait I

Selbstporträt I

Das „Selbstporträt I“ von Gerald Pirner ist ein Farbfoto im Hochformat. Das Bild wurde mit Langzeitbelichtung aufgenommen.

Der Hintergrund des Bildes, der am unteren Rand ungefähr ein Fünftel, am oberen ein Zehntel, links ein Fünftel und rechts ein Drittel zu sehen ist, ist komplett schwarz. In der Mitte ist ein Mann mit hellem, ungefähr kinnlangen, gelocktem Haar und einem dunklen Kapuzenpullover abgebildet. Am Kragen des Pullovers hängen zwei Kapuzenbänder herunter, die durch Bewegung während der Langzeitaufnahme, doppelt abgebildet sind.

Der Oberkörper ist etwa bis zum Bauchnabel zu sehen, das Gesicht ist vollständig abgebildet. Der vom Betrachter aus gesehen linke Arm, liegt am Körper des Mannes an, die Hand ist nicht mehr zu erkennen. Der rechte Arm befindet sich ab dem Schlüsselbeinansatz im Dunkeln und ist somit nicht zu sehen.

Das Porträt wird durch eine unbekannte Lichtquelle von unten bestrahlt. Besonders auffällig ist der Kopf, da er das am hellsten beleuchtete Objekt auf dem Bild ist. Das Gesicht ist nicht genau zu erkennen, da das Foto etwas unscharf und leicht verwackelt ist. Die abgebildete Person hat den Kopf leicht nach oben geneigt, der Mund ist etwas geöffnet und die Augen sind nach links oben gerichtet, sodass fast nur noch das Weiße des Auges sichtbar ist. Die rechte Gesichtshälfte befindet sich ab dem Ende der Wange im Dunkeln, sodass das Ohr und die Haare auf der rechten Seite des Kopfes nicht zu erkennen sind.

Auf dem unteren Teil des Pullovers befinden sich einige dünne Lichtstreifen, die das Bild dynamisch wirken lassen. Das ganze Bild wirkt eher Dunkel.

Text: Matti Jaiteh

Sebstportrait II

Selbstporträt II

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„Shot in the Dark“: „Cathedral“ von Pete Eckert

Dieses Bild wurde im Rahmen einer Ausstellung zur Filmpremiere des Dokumentarfilms „Shot in the Dark“ in der Brotfabrik Berlin gezeigt. Der Text stammt aus dem großartigen Audio Guide zur Ausstellung.

Innenraum einer Cathedrale in schwarz-qeiß

Eine Schwarz-Weiß-Fotografie: Zwischen Altarraum und Kirchenbänken steht ein Pfarrer in weißem Umhang mit Blick auf die Gemeinde. Durch eine Mehrfachbelichtung ist er vielfach, aber nur schemenhaft zu sehen. Seine Gesten greifen ins Ungefähre. Durch sein Gewand schimmern die Menschen in der ersten Reihe hindurch. Jeder der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher blicken zum Pfarrer, manche neugierig, manche nachdenklich. Eine alte Frau schaut streng. Im Hintergrund unter einem Rundbogen ein buntes Fenster im Querschiff der Kirche.

Copyright: Pete Eckert Originalmaße 60 x 48 cm

 

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„Portrait Tina“ von Gerald Pirner

Portrait Tina

Meine Bilder sind ein Spiel mit Zitaten der verschiedensten Provenienz. Portrait Tina zeigt eine junge Frau, die mit ihren gefalteten Händen sich gegen ihren eigenen Schatten zur Wehr zu setzen sucht, der hinter ihr zu sehen ist und der seinerseits mit seinen Händen bereits durch ihre Haare fährt.

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100 Meisterwerke: 66. „Der Kuss“ von Gustav Klimt

Der Kuss

Gustav Klimt‘s „Der Kuss“ ist ein Ölgemälde im Jugendstil auf einer Leinwand in der Größe 180cm x 180cm. Es entstand 1908/1909 in Klimt‘s „Goldener Periode“ und steht heute im Belvedere Museum in Wien.[1]  Der Hintergrund des Bildes ist in einem bräunlich-gräulichem Ton gehalten, der von ganz kleinen gelben Punkten durchsäht ist und an einigen Stellen dunklere Schattierungen aufweist.

Auf dem Bild ist ein umschlungenes Liebespaar auf einer Blumenwiese zu sehen. Die Blumenwiese beginnt auf der linken Seite des Bildes und verläuft schräg nach rechts oben, wo sie bei etwa drei viertel der Bildbreite abschließt und mit einer leichten Welle zum unteren Bildrand verläuft. Auf der linken Seite nimmt die Blumenwiese ungefähr ein Viertel der Gesamthöhe des Bildes ein und nach dem Abschluss der Steigung dann ein Drittel der Gesamthöhe. Die Blumenwiese besteht aus vielen blauen, gelben und lilafarbenen Blumen, wobei die lilafarbenen Blumen größer sind als die anderen. Bei ihnen könnte es sich um Tulpen handeln und bei den anderen um Stiefmütterchen, was durch die ungenaue Zeichnung allerdings nicht so leicht zu beurteilen ist. Vereinzelt sind auch rot-bräunliche Tupfer zu sehen.

Die verschiedenen Grüntöne der Stiele und Blätter dominieren die Blumenwiese auf der linken Seite. Mittig dominieren die Blüten, vor allem die lilafarbenen, die in diesem Bereich der Wiese nicht nur in geschlossener Form zu sehen sind, wie auf der linken Hälfte der Wiese, sondern hauptsächlich in offener Form mit einem gelben Blütenstempel und einem schwarzen Punkt darin. Die rechte Seite der Wiese ist übersäht von gelbgoldenen Schlieren, die aus dem Gewand des Liebespaares bzw. nur aus dem Teil der Frau herabfallen und sich in Form von ganz vielen kleinen gelbgoldenen Dreiecken an dünnen Schnüren über diesen Teil der Wiese legen.

Das Liebespaar steht bzw. hockt mittig im Bild auf der Blumenwiese. Links ist der Mann zu sehen, der dem Anschein nach steht. Sein Teil des Umhangs geht bis hinunter zur Wiese und bedeckt, vom Hals ab, seinen kompletten Körper, einschließlich der Füße. Er hat auf dem gelbgoldenen Untergrund diverse Rechtecke in verschiedenen Farben und Größen. Es handelt sich dabei um weiße Rechtecke mit schwarzer Umrandung, schwarze Rechtecke mit weißer Umrandung, graue, schwarze, weiße und braune Rechtecke mit und ohne Umrandung. Außerdem unterscheiden sie sich in ihrer Länge und Breite. Von kleinen schmalen Rechtecken bis hin zu großen breiten Rechtecken ist alles dabei. Hinzu kommen winzige Quadrate in den selben Farbmustern und ein paar ganz kleine weiße Kreise mit schwarzen oder grauen Punkten darin. Dabei liegen stets zwei oder drei dieser Kreise senkrecht übereinander.

Der Mann hält die Frau fest umschlungen mit beiden Händen um ihren Hals und Kopf. Von ihm sind fast ausschließlich sein langer breiter Hals und der Hinterkopf zu erkennen. Seine Haare bedecken die Ohren und reichen fast bis zum unteren Teil des Gesichts. Sie sind schwarz und gewellt mit ein paar grünen Blättern darauf. Bei näherem Hinsehen könnte es sich um einen Haarkranz handeln. Sein Gesicht ist kaum zu erkennen. Lediglich sein rechtes Profil ist angedeutet dargestellt. Sichtbar sind eine dunkle breite Augenbraue und eine relativ groß wirkende Nase. Die Wange wirkt eingezogen, so wirkt es trotz der nicht sichtbaren Lippen, als würde er die Frau auf die Wange küssen.

Der Kopf der frau liegt im rechten Winkel auf ihrem Hals auf, angelehnt auf ihre linke Schulter. Ihr rechter Arm greift um den Hals des Mannes, ihr linker Arm ist angewinkelt nach oben und umgreift mit der Hand die rechte Hand des Mannes. Der Mann berührt mit seiner rechten Hand die linke Wange der Frau und umgreift ihren Kopf mit der linken Hand, so dass seine Fingerspitzen neben ihrem linken Auge liegen. Durch seinen Kuss bedeckt er einen kleinen Teil der rechten Gesichtshälfte der Frau. Der Rest ihres Gesichts ist deutlich zu erkennen. Ihre Augen sind geschlossen. Es wirkt, als hätte sie leicht bläulichen Lidschatten aufgetragen. Es könnte aber auch sein, dass lediglich die Adern bläulich durch die dünne Haut durchschimmern, da die Frau viel blassere Haut hat als der Mann und ihre Nasenpartie auch leicht bläulich erscheint. Ansonsten hat sie eine gerade Nase, rote Wangen und geschlossene rote Lippen. Ihre Augenbrauen sind weder breit noch schmal. Sie sind bogenförmig und in einem dunkleren Braunton als ihr Haar. Dieses ist rotbraun und voluminös, allerdings in der Struktur schwer zu erkennen. Es sieht aus, als hätte sie einen durchgehend breiten Kranz um, der in der unteren Hälfte aus blauen und weißen Blüten mit kleinen grünen Blättern besteht und in der oberen Hälfte, gleich geformt, aus ihrem Haar, wobei in dem Haar vereinzelt auch die gleichen Blumen zu sehen sind.

Das Gewand der Frau ist verschmolzen mit dem Gewand des Mannes. Auf ihrer Hälfte sind jedoch weniger eckige Muster zu sehen, sondern mehr kreisförmige. Bis auf wenige kleine Quadrate im Oberarmbereich und winzige Fünfecke im Rumpfbereich, besteht der Hauptteil der Musterung aus verschiedenfarbigen Kreisen in unterschiedlichen Zusammenstellungen. Die Silhouette der Frau zeichnet sich trotz des einteilig wirkenden Gewandes ab. In diesem Bereich sind einzelne Kreise zu sehen, die mit einer dünnen blauen Umrandung den gelbgoldfarbigen Stoff umschließen und in ihrer Mitte einen braunen Punkt tragen. Des Weiteren sind vereinzelt weiße Kreise mit ebenfalls dünner blauer Umrandung zu sehen, die verschieden groß sind und mal einen kleinen grünen Punkt in sich tragen, mal einen größeren oder auch mal ausschließlich weiß sind. Am auffälligsten sind jedoch die insgesamt sieben bunten großen Kreise, die teilweise ganz, teilweise aber auch nur zum Teil abgebildet sind und aus vielen kleinen Kreisen bestehen. Bei zwei Kreisen überwiegt eindeutig der rote Farbton, bei den restlichen eher die blaue und grüne Farbe. Die einzelnen kleinen Kreise haben alle eine farbige Umrandung mit einem andersfarbigen Kern, wobei ungefähr die Hälfte der Kreise noch einen schwarzen Punkt in sich trägt. Die Farben Weiß, Gelb, Hellrot, Dunkelrot, Rosa, Lila, Grün und Blau wurden bei den Kreisen unterschiedlich kombiniert.

Der Teil des Gewandes der Frau, der nicht ihre Silhouette umgibt, sondern darüber hinausgeht, besteht ebenfalls aus runden Formen. In diesem Bereich sind es verschieden große Kreise, die mehrere Ringe in sich tragen, alle dünn gezeichnet, so dass die Kreise insgesamt einfarbig wirken, nämlich gelbgolden, in der Farbe des restlichen Gewandes. Die einzigen Farbakzente werden durch die zum Teil größeren und zum Teil kleineren Punkte im Inneren der Kreise gesetzt. Diese sind hauptsächlich rot, aber auch weiß und grau.

Im Gegensatz zum Mann, bei dem lediglich der Hals, der Kopf und die Hände nicht vom Gewand bedeckt sind, gibt es bei der Frau weitere sichtbare Hautpartien. Es handelt sich dabei um ihr linkes Schulterblatt, ein großer Teil des linken Ober- und Unterarms sowie ihre Unterschenkel und ihre Füße, die aus dem Gewand hervorgucken und durch ihre auf den Knien hockende Position, über den Rand der Blumenwiese hinausgehen.

Bildquelle: wikipedia.de

Text: Esther Khiveh

[1] https://www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen/top/belvedere 23.04.2017 19:33

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„Portrait Nick“ von Gerald Pirner

Portrait Nick

Meine Bilder sind ein Spiel mit Zitaten der verschiedensten Provenienz.Porträt Nick nimmt eine Geste von Samuel Beckett auf, die der Erblindete einst auf einem Plakat gesehen hat, das Beckett bei den Proben zu Warten auf Godot  zeigt, fast auf dem Boden, der Regisseur, eine Geste seinen Schauspielern zeigend.

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100 Meisterwerke: 65. „Das Jüngste Gericht“ von Wassily Kandinsky

Das jüngste Gericht

„Das jüngste Gericht“ von Kandinsky ist ein Gemälde mit den Maßen von 30cm x 50 cm und wurde 1910 fertig gestellt. Es ist hochkant ausgerichtet und leuchtet in bunten Farben. Auf den ersten Blick wirkt dieses Werk eher wie eine Farbmischplatte eines Künstlers und nicht wie ein scheinbar abgeschlossenes Werk. Kandinsky hat hier einige dutzend verschiedener Farben verwendet. Die obere Bildhälfte wirkt insgesamt wärmer und freundlicher als die untere. Das kommt vor allem daher, dass er oben viel mehr warme Farbtöne verwendet hat, vor allem Gelb.

Mit etwas Phantasie und ruhigem Blick erkennt man aber doch deutlich herausgearbeitete Motive und eine Art Landschaftsmotiv, das sich über das gesamte Werk erstreckt. In der rechten, oberen Ecke hat Kandinsky ein Gesicht im Profil gezeichnet, wenn auch abstrakt. Man erkennt nur ein riesiges Auge, mit einer tiefschwarzen und eher leblos wirkenden Pupille. Das Profil der Nase ist ebenfalls erkennbar. Anstelle des Mundes formt sich hier aber eine Trompete, die das Gesicht auch mit einem Arm, dessen Ursprung außerhalb des Bildbereiches liegt, hält. Die Trompete entspricht nicht der gewöhnlichen Form, ist jedoch in sattem goldgelb gehalten und wurde am Trompetenende noch mit einer Art rotem Haken versehen. Als Musikinstrument ist es nur zu erkennen, weil sich das Mundstück an der Stelle des Gesichts oben rechts befindet, wo der Mund sein sollte.

Das Gesicht hat darüber hinaus rote Bäckchen, vermutlich aufgrund der Anstrengung beim Spielen des Instruments. Von der Stirn abgehend sind leuchtend rote, kräftige Linien zu sehen, die an eine symbolische Darstellung einer Sonne erinnern, deren Lichtstrahlen die Erde treffen.  Ein hellblauer Fleck in der Ecke deutet auf einen blauen Himmel hin.

Insgesamt ist das Werk sehr unübersichtlich und wirkt unsauber gearbeitet. Alle Farben scheinen willkürlich verwendet worden zu sein, da überall nur wenig mit einer Farbe, aber mit vielen Farben allgemein gearbeitet wurde. Eine klare Kontur hat, beziehungsweise ein deutlich erkennbares Objekt ist, ein verzerrtes Rechteck in der oberen Bildmitte. Es sieht aus wie ein Haus auf einem Hügel, nur eben ohne Dach und allem was ein Haus ausmacht. Der Hügel auf dem das Haus steht, ist in einem sehr dunklen Rot gemalt. Mit schwarz intensiviert Kandinsky diesen Eindruck noch.

Das Haus hat ein rotes, ausgemaltes Viereck im ersten Quadranten des „Gebäudes“ und an Stelle des Dachs ragen dünne Zylinder aus dem Gebäude. Die Zylinder wirken zusammen mit dem Rechteck wie ein Gefäß für Pinsel und Stifte. Einer der „Pinsel“ ist allerdings wie ein Bumerang geschwungen. Die goldene Trompete teilt das Bild in zwei sichtbar unterschiedliche Bereiche. Alles unterhalb der Trompete macht einen eher düsteren Eindruck. Verstärkt wird dieses Empfinden dadurch, dass Kandinsky dort eine Person im Profil gezeichnet hat, die fast zwei drittel in der Größe misst und im Profil dargestellt wurde. Die Person hat ein geschlossenes Auge, an dem ein dunkelgrüner Punkt direkt unterhalb des Lieds liegt und an eine Träne erinnert. Die haare sind streng nach hinten gemalt worden, als würde ein kräftiger Wind von vorn in das Gesicht pusten. Der Kopf ist leicht gesenkt und die Person wirkt traurig. Die Geschlechtsidentität der Person ist nicht auszumachen, da sie auch statt gewöhnlicher Kleidung eine Art Nachthemd trägt. Das Nachthemd ist im oberen und unteren Bereich hauptsächlich mit Weiß ausgearbeitet worden, wohingegen der Bauchbereich mit Grau und vier fast parallel verlaufenden, horizontalen Strichen gelber und grauer Farbe gemalt wurde.

Nach langer Betrachtung erscheint die Person zu knien und sie hält sich die Ohren zu, mit ihren dünne, langen Fingern, die ebenfalls kreidebleich sind. Die vier Parallelen könnten eine Andeutung von Rippen sein. Unterhalb des Rumpfes ist an der Rückseite der Person noch eine starke, schwarz konturierte Ausbeulung zu sehen, die an ein Gesäß erinnert. Die Proportionen des Körpers stimmen an keiner Stelle mit denen eines normalen Menschen überein. Die Person ist sehr in die Länge gezogen und der Oberkörper ist im Verhältnis zum Unterkörper dreimal so groß. Die Beine bilden den unteren, rechten Bildrand des Bildes. Parallel zur Ausbeulung auf Gesäßhöhe sind vier dicke, kurze Linien gezeichnet worden. Die erste in einem kräftigen Gelb, die weiteren in Rot. Direkt oberhalb dieser Linien ist eine weitere, rote Linie zu erkennen, welche parallel zum Rücken verläuft und doppelt so lang ist, wie die Linien darunter.

Aus dem Mund der Person kommt eine Art weißer Wolke, die an eine Sprechblase erinnert. Um diesen Fleck herum wurde mit viel dunklem Grün und Blau gearbeitet, wenngleich sich auch zwei weitere weiße Flecken anschließen, die in der Mitte zwei gelbe Flecken haben. Zusammengenommen sieht es aus, als wären es zwei Spiegeleier, die ineinander verlaufen. Unterhalb der Eier sind ungenaue Farbverläufe zu sehen. An dieser Stelle wurde auch bewusst mit dunkleren Tönen gearbeitet, auch wenn es ein absolutes Chaos zu sein scheint. Es gibt hier rote, blaue, grüne, violette, schwarze und rosa Flecken. Die gemalte Person wirkt als suche und brauche sie dringend Ruhe. Das Gesicht mit der Trompete bläst allerdings mit voller Kraft.

Bildquelle: Wikipedia.de

Text: Max Scheller

 

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