Seeadler

Status: Schon beschrieben

Dieses Bild eines alten Seeadlers stammt von Jörg Stemmler. Jörg macht die Öffentlichkeitsarbeit im BFW Halle und ist  zugleich Naturfotograf. Sein Spezialgebiet sind Vögel, mit deren Bildern er schon mehrere Kalender für das BFW gestaltet hat.
Wir werden hier nach und nach die Bilder aus den Kalendern posten, um sie beschreiben zu lassen, damit besonders Jörgs blinde Kollegen und die Rehabilitanden des BFW wissen, was darauf zu sehen ist.

Ein Seeadler, der durch Wasser läuft

Beschreibung von Katrin Heidorn:

Mal etwas Neues auf dieser Seite: ein Tier. Eigentlich komisch, weil es ja bisher viel um Zwischenmenschliches ging und Tiere ja immer so schön in ihrer eigenen Welt leben.
Aber gerade dadurch sind sie natürlich für Blinde schwer wahrzunehmen.
Dieses Bild hat mich spontan angeregt. Das hat bestimmt damit zu tun, dass dieser Adler dermassen unadlerisch daherkommt, dass es eine reine Freude ist.
Ein tolles Bild, Gratulation an den Fotografen. Ein Querformat in wunderschönem matschbraun, gestochen scharf. Der Adler gross im Bild. Aber nicht etwa in der Luft. Nein, er marschiert!
Durch den eisigen Schneematsch. Mit Todesverachtung und grimmigem Blick. Ich mag sonst die Vermenschlichung von Tieren nicht besonders, aber hier drängt sie sich auf.
Er streckt den Kopf nach vorn und hat die Flügel etwas gelüpft, als wolle er sich mit breiten Schultern gegen den Wind stemmen. Das Foto ist so scharf, dass man jede einzelne der
graubraunen Federn erkennen kann. Am Kopf sind sie heller als unten am Körper und an den gefiederten Beinen, die in gelben Füßen mit beeindruckenden Krallen enden. Der Adler läuft von rechts nach links und streckt den rechten Fuss entschlossen vor. Das Wasser spritzt von seinen Füssen. Die Federn haben einen ganz feinen grauen Rand ringsum, weshalb sie sie sich schön voneinander abheben.
An den Beinen und besonders in der Mitte am Bauch sind sie dramatisch vom Wind zerzaust. Der gelbe gebogene Schnabel und das Auge mit dem gelben Ring darin lassen ihn tatsächlich sehr grimmig aussehen. Halt so wie wir, wenn das Wetter schlecht ist. Direkt über dem linken Auge, das man sieht, hängt eine feine bräunliche Feder, die wie eine gerunzelte Augenbraue aussieht.
Im Hintergrund sieht man unscharf etwas von einer bräunlichen Wiese mit ein wenig Schnee darauf. Zu Füssen des Adlers etwas gefrorenes Wasser, Sicher wird er demnächst abheben, die Bodenverhältnisse sind eher unakzeptabel. Aber warum überhaupt „der“ Adler, denn wahrscheinlich ist es die Adlerin, wie auch übrigens das Wappentier. Denn bei den Adlern sind die Weibchen stets größer als die Männchen und ein schönes Beispiel für die Pracht und Stärke der weiblichen Natur.

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