Die blinden Reporter: Max Beckmann im Museum Barberini

Gerald Pirner und Heidi Prenner über die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“, die noch bis zum 10.Juni 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist.

Dieses Mal beginnen wir mit sechs Bildbeschreibungen von Kindern:

1 Pola beschreibt die Kaltnadelradierung Frau in der Nacht, 1920

2 Lidewij beschreibt die Kaltnadelradierung Hinter den Kulissen, Blatt 3 der Mappe Jahrmarkt, 1921

3 Pola beschreibt Schießbude, Blatt 4 der Mappe Jahrmarkt, 1921

4 Pola und Hugo beschreiben Die Luftakrobaten, 1928

5 Hugo beschreibt Mädchen mit Banjo und Maske, 1938

6 Hugo beschreibt Schauspieler. Triptychon, 1941/1942

Und nun

7 ein Rundgang durch die Ausstellung mit dem Kurator Dr. Michael Philipp und Frau Dr. Dorothee Entrup von der Vermittlung

mit folgenden Bildbeschreibungen: Selbstbildnis als Clowns, 1921. Die Enttäuschten I und Die Enttäuschten II, 1922. Die Artistin am Trapez, 1936. Apachentanz, 1938. Argonauten. Triptychon, 1949/50 und Schauspieler. Triptychon, 1941/1942

Und schließlich

8 Philip (Werkstudent) beschreibt Großes Varieté mit Zauberer und Tänzerin, 1942

 

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Die blinden Reporter: Klaus Fußmann. Menschen und Landschaften

Hier berichten Susanne Emmermann und Anika Weichert über die Ausstellung von Klaus Fußmann, die bis zum 3. Juni 2018 im Museum Barberini in Potsdam zu sehen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Ankunft im Barberini und erster Eindruck

2. Bildbeschreibung „Innen und Außen“ von Klaus Fußmann

3. Bildbeschreibung unbekannter Titel (Bild mit Zwerg und B)

4. Bildbeschreibung „Der Wintergarten“

5. Was hat ein blinder Mensch davon? – Gespräch Besucherin und Reporterin

6. Bildbeschreibung „Drei Generationen“

7. Skulptur „Jahrhundertschritt“ im Innenhof des Barberini

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Ein neues Format/ Blinde Reporter über die Oktoberrevolution im Deutschen Historischen Museum

Die blinden ReporterInnen

trugen ursprünglich den etwas barocken Namen „Die blinde Reporterin geht ins Museum und fragt den Leuten Löcher in den Bauch“. Und auch wenn sich der Name nun schon abgeschliffen hat, genau darum geht es. Die blinden Reporter und Reporterinnen gehen in Ausstellungen und fragen zufällig anwesende Besucher und Kuratoren, Fachleute und Laien, Jungen und Mädchen, was da vor ihnen an der Wand hängt. Und da du, geneigter Leser, verehrte Leserin, es gerade ebenso wenig vor sich sehen, wie sie, sind die blinden Reporter deine allerbesten Stellvertreter. Die Befragten beantworten den Blinden bereitwillig jede Frage, auch die, die sie einem sehenden Interviewer vielleicht nicht beantworten würden: Das sieht man doch. Aber tatsächlich ist das, was man sieht, längst nicht so eindeutig, wie es einem selbst erscheint. Das merkt man spätestens, wenn man zwei verschiedene Bildbeschreibungen des selben Bildes vergleicht. Aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden ergänzt sich den Hörern, sehenden wie blinden, nach und nach ihr inneres Bild.

Die erste Ausstellung, der wir gleich eine Reihe von Beiträgen widmen, ist die

Sonderausstellung 1917. Revolution. Russland und Europa im Deutschen Historischen Museum Berlin

Gerald Pirner und Heidi Prenner haben aus 22 Einzelbeiträgen einen akustischen Ausstellungsrundgang zusammengefügt:

 

0A 1917. Revolution. Russland und Europa. DHM Berlin – Aufbau der Sonderausstellung Frau Portele-Anyangbe und Gerald Pirner

 

0B 1917. Revolution. Russland und Europa. DHM Berlin – Die inklusiven Stationen (IKS) der Sonderausstellung Frau Portele-Anyangbe und Gerald Pirner

 

1A Russische Gesellschaft vor der Revolution – Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Julia Franke und Gerald Pirner. Beschreibung der ersten IKS der Gesellschaftspyramide (G.P.) und der Installation zur Zarenfamilie mit Karl Marx (J. F.)

 

1B Russische Gesellschaft vor der Revolution – Julia Franke mit Gerald Pirner

 

1C Russische Gesellschaft vor der Revolution – BesucherInnen beschreiben Der Pilger, von Robert Büchtger (1862 – 1951), Russland 1895.

 

2A – Revolution und Reform 1905 und Erster Weltkrieg – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner.

 

3A – Februarrevolution 1917 – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

4A – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

4B – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – BesucherInnen beschreiben das Plakat Friede und Freiheit in den Abgeordnetenräten, Odessa 1919, Reproduktion DHM, Berlin.

 

4C – Oktoberrevolution und Bürgerkrieg – BesucherInnen beschreiben das Plakat Jetzt ist Wrangel an der Reihe! Nikolai M. Kotschergin (1897-1974), Moskau, 1920, Reproduktion DHM, Berlin

 

5A – Die frühe Sowjetunion – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner zur Architektur dieses Raumes. Die Assistentin beschreibt das Plakat Schlagt die Weißen mit dem roten Keil, 1920, El Lissitzky (1890-1941)

 

5B – Die frühe Sowjetunion – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner und BesucherInnen beschreiben das Bild Großer Oktober (Lenin vor dem Smolny) von Isaak I. Brodski (1883-1939)

 

6A – Aufbruch in die neue Gesellschaft – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

6B – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben das Modell des Monuments der III Kommunistischen Internationale von Wladimir Tatlin, 1919/1920

 

6C – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben das Bild Völkerfreundschaft von Stepan M. Karpow (1890–1929) Sowjetunion, 1923/24

 

6D – Aufbruch in die neue Gesellschaft – BesucherInnen beschreiben die Feierliche Eröffnung des II. Kongresses der Komintern von Isaak I Brodski (1883-1939), Sowjetunion, 1924

 

7A – Auswirkungen auf Europa – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner

 

7B – Auswirkungen auf Europa – BesucherInnen beschreiben das Plakat mit Antikommunistischer Propaganda: Hinter dem anständigen Arbeiter, getäuscht von Kommunisten, stehen jene, die nur auf den „Grand Soir“ warten, um zu plündern zu brandschatzen, zu töten. André Galland (1886-1965), Paris, 1928.

 

7C – Auswirkungen auf Europa – Besucher beschreibt den Schlagstock um 1920, Archivio Fondazione Anna Kuliscioff, Mailand; das Foto Der Plünderung und Brandlegung der Arbeiterkammer in Turin, in der Abteilung zu Italien und die Propagandapostkarte der faschistischen Gruppe Die Giftige in Bibbiano Emilia, 1921.

 

8A – Migrationsbewegungen – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner. Besucher beschreibt den Nansen-Pass von Tamara Matul, Paris, 23 März 1933. Besucherin beschreibt das Foto: Tamara Matul (1905-1965) mit Marlene Dietrich und Rudolf Sieber in Hollywood um 1934, Deutsche Kinemathek – Marlene Dietrich Collection Berlin. Gerald Pirner beschreibt die letzte IKS-Station: Die Teedose der Firma Kusmi. Julia Franke beschreibt das Lamellenbild zur Migration.

 

9A – Epilog – Julia Franke im Rundgang mit Gerald Pirner. Beschreibung von Hero, Leader, God Alexander S. Kosolapov (*1943) USA, 2007; Die Oktoberrevolution, Werner Schulz (*1932) DDR, 1976 und Lenin on the Tribune (A.M.Gerasimov) Georg Baselitz (*1938), Deutschland, 1999.

 

9B – Epilog – BesucherInnen beschreiben die Arbeit von Alexander S. Kosolapov (*1943) Hero, Leader, God, USA, 2007

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100 Meisterwerke: 26. „Louise Bourgeois“ von Robert Mapplethorpe

Louise Bourgeois

Die Schwarzweiß- Fotografie wurde 1982 von dem amerikanischen  Fotografen und Künstler Robert Mapplethorpe aufgenommen und ist ein Portrait der Französisch –Amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois. Auf dem Bild ist sie 72 Jahre alt. Sie steht oder sitzt vor einem einheitlich grauen Hintergrund und ihr  Oberkörper ist bis zur Taille zu sehen. Sie befindet sich etwas nach rechts gedreht in der rechten Hälfte des Bildes und schaut direkt in die Kamera.

Louise Bourgeois trägt graumelierte, längere Haare, die sie zurückgebunden hat, der Zopf ist aber nicht zu sehen. Sie hat einen lockeren Seitenscheitel auf der linken Seite. Sie lächelt verschmitzt und fast frech in die Kamera und ihr Gesicht scheint von der rechten Seite beleuchtet zu sein. Durch die Beleuchtung entsteht ein leichter Schatten auf der linken Seite ihres Gesichts. Dieser beginnt am Ende ihres Auges und zieht sich über Wange und ihr linkes Ohr bis zum Kinn, wo er dunkler ist. Ihre hellen Augen sind etwas  zusammengekniffen und lachen mit. Durch ihr Lächeln sind ihre Zähne  teilweise sichtbar.

Sie hat ein ovales Gesicht mit einer hohen Stirn mit vielen kleinen Falten und vielen Lachfalten um die Augen. Ihr rechtes Ohr ist durch die Drehung ihres Kopfes nicht zu sehen. Ihre Nase ist lang und schmal und sie hat kurze geschwungene Augenbrauen. Sie sieht freundlich, frisch und irgendwie beeindruckend aus.

Sie trägt eine sogenannte Affenfelljacke. Dies ist eine schwarze Felljacke aus glattem, mattem  Kunstfell. Die Haare des Kunstfells sind etwa zehn Zentimeter lang. Die Ärmel der  Jacke reichen bis zu den Handgelenken und der Kragen bedeckt ihren kompletten Hals. Der linke Arm hängt gerade herunter und die Hand ist nicht mit auf dem Bild.

Der rechte Arm ist angewinkelt und unter dem Arm hält sie eine etwa fünfzig Zentimeter große Penisplastik. Die Spitze des Penis‘ zeigt nach rechts und die Hoden ragen wie zwei Bälle übereinander hinter ihrem Ellenbogen bis zum linken  Bildrand hervor. Mit ihrer rechten Hand hält sie die Spitze des Penis‘ fest. Es sind nur der Daumen und der Zeigefinger zu sehen.

Bei der Penisplastik handelt es sich um die Skulptur „Fillette“ die die Künstlerin selbst 1968 anfertigte. Die Plastik wirkt wie aus Bronze gegossen, ist aber mit Latex überzogen, Sie ist braun und hat eine feine, fast aderige Struktur. Die Farbe lässt sich allerdings in der schwarz-weiß- Fotografie schwer bestimmen. Die Art wie sie die Skulptur hält soll an die Art erinnern, wie in Frankreich Baguettes getragen  werden.

Bildquelle: pinterest

Text: Jana Marie Schmidkunz-Gereke

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Sonnenaufgang über den Dächern Berlins von Katrin Dinges

Letztes Jahr im Sommer haben wir hier das folgende Bild von Katrin gepostet.

Patricia Heck, die an der Hebelschule in Schliengen Kunst unterrichtet, hat nun ihre Neunte Klasse gebeten, dieses und einige weitere Bilder zu beschreiben. Das freut uns sehr. So stellen wir es uns eigentlich vor:-) Bildbeschreibungen sind ein so wichtiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit Kunst, wir lernen dadurch so viel, über das betreffende Bild, das wir uns nun, da wir es beschreiben, viel genauer betrachten und über unsere eigene Wahrnehmung.

Vielen vielen Dank!

begrünte Balkonbrüstung, gegenüber ein Häuserblock und hellblauer Himmel

Hey Leute,

hier kommt ein Foto zum Beschreiben aus meinem Best-of-Ordner. Es wurde 2014 auf meinem balkon aufgenommen und von der Kurz-Beschreibung meiner Assistentin her gefällt es mir sehr gut, so dass ich gern Details wissen würde. Ich habe damals versucht, die Sonne direkt zu fotografieren und mich an der wärme- und Lichtempfindung orientiert.
Bin gespannt, was ihr da seht und ob es mit meiner Vorstellung übereinstimmt!

Liebe grüße,

Katrin

Und nun zwei Bildbeschreibungen dieses Bildes, von Kleingruppen der 9b der Hebelschule. Es ist für uns immer wieder interessant, verschiedene Bildbeschreibungen des selben Bildes zu vergleichen. Durch den Vergleich ergibt sich für die blinden Leser ein komplexerer Eindruck des Bildes und die Sehende beginnen zu ahnen, dass das was sie sehen, nicht so eindeutig ist, wie sie intuitiv annehmen:

Hier die erste:

Die Fotografie, die im Folgenden beschrieben wird, heißt „Sonnenaufgang über den Dächern Berlins“.

Im Vordergrund erkennt man auf dem Balkon, drei Blumentöpfe mit roten, weißen, violett und rosaroten Blumen. Auf diesem Balkon ist eine weite, schöne Aussicht zu sehen. Am Himmel schweben weiße kleine Wolken dagegen im oberen Bereich des Bildes sieht man einen blauen Himmel und oben links des Bildes ist die grell leuchtende Sonne.

Dem Fotograf war es wichtig Raumillusionen zu erzeugen. Dies erkennt man an den Häusern im Hintergrund hinter dem Balkon. Neben den Häusern rechts des Bildes ist ein großer grüner Baum. Das rechte Haus hat ein schräges Dach, welches grau ist. Bei dem Bild hat der Fotograf sich an der Wärme und Lichtempfindung orientiert. Weiter hinter den Häusern sieht man einen schwarzen hohen Strommast. Zwischen den Häusern sieht man große Bäume.

Das Bild wirkt auf mich als wäre es im Frühling aufgenommen worden. Es ist sehr farbenfroh, bunt und hell, sodass man förmlich spüren kann wie die Welt nach einem langen, kalten und dunklen Winter wieder zu neuem Leben erwacht.

Und nun eine alternative Bildbeschreibung einer anderen Gruppe:

Am Geländer dieses Balkons sind Blumentöpfe mit Blumen in den Farben violett, weiß, rot und violett pink zu sehen. Am rechten Rand in der Mitte steht ein sehr grüner Baum. Am linken Rand steht ebenfalls ein Baum. Dieser steht eher im vorderen Bereich. Zwischen den zwei Bäumen stehen zwei Häuser. Das auf der rechten Seite ist weiß. Dieses Haus hat oben in der Mitte einen dunklen Streifen. Auf dem Bild sieht es aus als wäre dieser Streifen blau. Die Fenster des Hauses sind abwechselnd etwas länger und dann kommt ein etwas schmaleres Fenster. Der Baum verdeckt ein Stück des Hauses. Das andere Haus ist rot braun. Das Haus steht auf der rechten Seite. Dieses Haus hat sehr schmale Fenster und dafür auch sehr viele. Der Baum auf der linken Seite verdeckt ebenfalls ein Stück des rot braunen Hauses. Hinter diesen Häusern am linken Rand stehen zwei Bäume. In der Mitte von diesen Häusern ist wie ein kleiner Wald zu sehen. Hinter diesen zwei Bäumen stehen weitere Häuser. Das Haus, das am rechten Rand steht, ist weiß. Das andere Haus, das mehr hinter dem rot braunem Haus aussteht, sieht aus wie eine Fabrik. Hinter dieser Fabrik steht am Rand ein kleiner Turm. Dieser Turm sieht meiner Meinung nach aus wie ein Glockenturm. Am hellblauem Himmel sind weiße Wolken zu sehen. Ein Stück über diesen Wolken ist wieder ein klarer hellblauer Himmel. Links oben im Eck ist die Sonne. Ich finde das Bild wirkt sehr fröhlich und es ist ein sehr schönes Landschaftsbild.

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100+ Meisterwerke: Pieter de Hooch – Der Hinterhof

Hier eine weitere Bildbeschreibung von Schülern der 9b der Hebelschule:

Pieter de Hooch, Der Hinterhof, Öl auf Leinwand, 60 x 74 cm, 1658

Das Bild heißt „Der Hinterhof“ und wurde von Pieter de Hooch gemalt. Es entstand im Jahre 1658 in London, und hängt heute in der National Gallery.
Das Bild ist eher in Gelb- und Brauntönen gehalten.

Im Mittelpunkt sieht man eine Dame. Sie trägt eine weiße Bluse, einen hellblauen knöchellangen Rock und darüber einen dunklen Umhang. Auf dem Kopf trägt sie eine weiße Kappe. Ihre Schuhe sind braun. In der rechten Hand hält sie einen Teller. In der anderen hält sie die Hand eines Kindes. Die beiden schauen sich in die Augen. Sie gehen gerade ein paar Stufen herunter. Rechts von ihnen am Bildrand, ist eine Backsteinmauer, sie sieht sehr alt aus, und in ihr ist ein Fenster. In der rechten Ecke sieht man vorne einen Holzeimer und einen Besen. Der Besen liegt in einem hellgrünem Gestrüb. Auf der linken Seite sieht man eine Art Tunnel, in dem eine Frau, mit rotem Rock und schwarzer Haube steht. Der Tunnel ist kurz und schmal.Über dem Tunnel sieht man ein Schild und ein kleines Guckfenster und davor einen Drahtzaun. Der Himmel rechts oben ist hellblau, mit einer großen Wolke. Unter dem Himmel, sieht viel durcheinander gewachsenes Gestrüb. Es ist gelblich.

Im Großen und Ganzen sieht das Bild sehr friedlich aber auch sehr alt aus.

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Was du nicht siehst – Fünf Blinde FotografInnen vom 10. – 31. März in der Galerie Kungerkiez in Treptow

Dass wir hier so lange nicht aktiv waren, heißt nicht, dass wir in der Zwischenzeit untätig waren. Ganz im Gegenteil:-)
„Was du nicht siehst“
ist die bisher größte Ausstellung Blinder Fotografen in Berlin.

Ich zitier mal aus dem Pressematerial: Die beharrliche Beschäftigung mit der Fotografie, die Entwicklung der für Blinde Fotografen nötigen bzw fruchtbaren Vorgehensweisen und Techniken, vor allem die Ausbildung von sehenden Assistenten, die ihnen die Bilder vom Entwurfsstadium bis zum endgültigen Werk minutiös beschreiben, sowie die Entwicklung einer ausgetüftelten Technik des “Lightpaintings“, die es ihnen erlaubt, das Motiv vor der Kamera weitgehend zu kontrollieren, verhalfen ihnen zur Entwicklung individueller künstlerischer Handschriften und zu Bildern, die nur sie machen können.

Fotografie von Blinden ist Teamwork, aber der blinde Fotograf, die blinde Fotografin ist das kreative Zentrum. Jeder Fotograf braucht eine Vorstellung, eine Vision von dem Bild, das er machen möchte. Wenn ihm diese Vorstellung fehlt, kann er nur aufs Geratewohl drauflos knipsen – und auf den Zufall hoffen. Daher gibt es so viele schlechte Fotos. Blinde Fotografen hingegen kultivieren diese innere Vision und realisieren sie mit einem Apparat, zu dem nur eben etwas mehr gehört als die Kamera selbst.

Bestandteil der Ausstellung ist ein temporäres Lightpaintingstudio, das es erlaubt, sich selbst einen Eindruck davon zu verschaffen, wie Blinde Fotografen arbeiten. Es bietet aber auch die Möglichkeit, sich von einer Blinden FotografIn portraitieren zu lassen.

Die Daten nochmal:

Galerie Kungerkiez, 10. – 31. März 2018

Was du nicht siehst

Fünf Blinde FotografInnen

Susanne Emmermann – Mary Hartwig – Silja Korn – Andreas Krüger – Gerald Pirner

Vernissage: 09.03.18, 19 UHR

Galerie Kungerkiez, Karl-Kunger-Str. 15, 12435 Berlin

Geöffnet  Do – So 15-19h

Bestandteil der Ausstellung ist ein temporäres Lightpaintingstudio, das es Ihnen ermöglicht mitzuerleben, wie die Blinden FotografInnen arbeiten. Es bietet Ihnen aber auch die Gelegenheit, sich von einer Blinden FotografIn portraitieren zu lassen.

Fototermine jeweils Samstags und Sonntags um 15h

Führungen nach Vereinbarung in der Galerie

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